Zwiebel

Allium cepa

 

Da ich in meinem Gemüsegarten genug Platz habe, stecke ich auch einige Reihen Zwiebel bzw. baue welchen an (diese werden nicht so groß und sind für einen kleineren Haushalt ganz praktisch). Da man die Zwiebel schon vorzeitig ernten kann, habe ich ab dem Sommer bis in den Winter hinein immer welche zur Hand.

 

Verwendung:

SPEISEN

Es gibt eine ganze Palette von Gerichten, die ohne Zwiebeln nicht auskommen: kalte Salate, Zwiebelsuppe, Soßen, Zwiebelrostbraten sowie alle gulaschartigen Gerichte (Krautfleisch, serbische Bohnensuppe, Gulaschsuppe Rindsgulasch etc.).

Auch sonst ist er vielseitig einsetzbar für: Eintöpfe, Aufläufe, Pizza, Soßen, angeröstete Ringe auf dem Kartoffelpüree, Zwiebelbrot, auf Spieße etc.

Wenn man gerne viele Zwiebeln mag, verarbeitet man sie zu Quiches oder Strudel oder füllt sie mit Faschiertem oder mit Gemüse. 

 

HALTBAR MACHEN

Man hängt die Zwiebeln bündelweise auf oder gibt sie in luftige Körbe, um sie den Winter über weiter verarbeiten zu können.

Verarbeiten kann man sie in Chutneys, und Relish oder als Beigabe zu Letscho.

Zu sauer eingelegtem Gemüse kann man ebenfalls Zwiebeln geben, kleine ganz und größere geschnitten. 

 

DEKORATION

Die Schalen der Zwiebel verwendet man zum Ostereier färben – siehe unten.

Einen geflochtenen Zwiebelzopf können Sie an passender Stelle aufhängen. 

 

GESCHENKE

Dafür eignen sich Chutney und Relish sowie die Ostereier. 

 

GESUNDHEIT

Zwiebelwickel werden in der Naturheilkunde vor allem gegen Erkältungskrankheiten eingesetzt.

Aus Zwiebeln und Kandiszucker stellt man einen Sirup gegen Husten her.

Mit einer angeschnittenen Zwiebel über die Haut reiben, soll den Schmerz nach Insektenstichen lindern. 

 

Vermehrung:

Die Zwiebel ist ein zweijähriges Gewächs. Wenn man sie in der Erde lässt, blüht sie im zweiten Jahr in Kugelform so wie die meisten Lauchgewächse. Die Samen kann man dann im nächsten Frühjahr säen. Wenn Ihnen das zu mühsam ist, kaufen Sie Steckzwiebeln oder Zwiebelsamen, bei dem es meist mehr Sortenauswahl gibt.

 

Pflegeaufwand:

Ich mulche fast alles im Garten, aber die Zwiebeln nicht, ich hacke sie lieber hie und da durch.

Meine Mutter hat sie nach der Ernte immer fein säuberlich in Bündeln zum Trocknen aufgehängt. Da wir keine großen Mengen anbauen, kommen sie ebenso wie die Knoblauchknollen einfach in zwei alte, schräg gestellte Sandsiebe, wo sie auch gut trocknen können und von wo ich sie bei Bedarf entnehme.

 

Überwinterung:

Da die Zwiebeln ohnehin schon im späten Sommer reifen, ist das keine Frage. Sie müssen allerdings schon frostsicher aufbewahrt werden.

Zur Samengewinnung können sie im Boden bleiben.

 

Vorteile:

Zwiebeln brauchen nicht  viel Platz, man kann sie auch in Mischkultur zwischen andere Pflanzen setzen.

 

Nachteile:

In „Monokultur“ angebaut, kommt viel Unkraut auf (zumindest bei mir), da viel Erde frei bleibt.

 

Rezepte:

Zwiebelsoße
Zutaten: 50 g Fett, 30 g Zucker, 1 große Zwiebel, 30 g Mehl, Salz 1 EL Essig

Man lässt den Kristallzucker im Fett goldgelb werden, bräunt die geschnittene Zwiebel darin eher dunkel an (das gibt der Soße dann die braune Farbe), staubt mit Mehl, röstet dieses an und gießt mit Suppe auf. Gewürzt wird mit Salz und etwas Essig. Danach püriert man die Soße mit dem Pürierstab.

 

Eierspeise
Ein schnelles Rezept ist eine Eierspeise (wir müssen manchmal unseren Eierbestand reduzieren): Dazu gebe ich etwas geschnittenes, fettes Geselchtes in eine Pfanne und röste  es an, bis das Fett ausläuft, gebe geschnittene Zwiebeln dazu und lasse sie glasig werden. Dazu kommen dann verquirlte Eier (pro Person 2 bis 3), mit Salz und Pfeffer wird gewürzt. Für die Vitamine kommen noch in Streifen geschnittene grüne Paprika dazu – im Sommer frisch und im Winter die eingefrorenen aus der Kühltruhe. Obenauf gebe ich noch Schnittlauch.

 

Gedünstetes Schweinefleisch
Zutaten: ¾ kg Schweinsschulter mit Schwarte, 2 große Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Majoran, Suppe, Mehl, Rahm

Das Fleisch wird mit der Schwarte in Schnitzel geschnitten und in einen Topf oder Dampfkochtopf geschlichtet. Darüber kommt die ein feine Ringe geschnittene Zwiebel, Salz und Pfeffer. Mit Suppe wird aufgegossen, bis das Fleisch bedeckt ist. Das Ganze wird weich gekocht (im Dampfkochtopf 20 Minuten). Wenn man will, kann man am Ende mit in Wasser angerührtem Mehl und etwas Rahm den Saft binden. Dazu gibt es bei uns einfache Mehlknödel, die nur aus Mehl, Salz und Wasser hergestellt werden (Achtung: die sind etwas hart!).

Wenn man einen Teil der Suppe durch Weißwein ersetzt hat man ein so genanntes „Kellergedünstetes“.

 

Zwiebelsirup
Für den Zwiebelsirup schneidet man eine Zwiebel, gibt ein bis zwei Esslöffel Zucker dazu, vermischt das Ganze und wartet, bis sich nach etwas zwei Stunden ein Sirup gebildet hat. Von diesem nimmt man bei Husten jeweils einen Löffel zu sich.

 

Ostereier färben
Das Färben von Ostereiern mit Zwiebelschalen geht ganz schnell. Dazu kocht man einige Hände voll lose Hüllblätter der Zwiebeln einige Minuten lang und gibt dann die rohen Eier hinein, die man dann gut 10 Minuten in dem Sud kocht. Sogar Muster kann man herstellen: Man legt ein gefiedertes Blatt, zum Beispiel von der Petersilie, auf das Ei, steckt dieses in ein quadratisches Stück einer Strumpfhose, bindet dieses fest  zu und legt das Ei ins Wasser. Wo das Blatt liegt, nimmt das Ei keine Farbe an. Sie sollten aber schon einige Zeit vor Ostern wissen, dass sie so ihre Eier färben wollen, denn auf einmal hat man nicht so viele Zwiebelschalen zur Hand.