Zitrone

Citrus x limon

 

Die Zitrone war unser erstes Zitrusgewächs. Wenn sie im Wintergarten, wo sie die kalte Jahreszeit über einquartiert ist, Blüten trägt, duftet das angenehm nach Süden. Wir decken einen Teil unseres  Zitronenbedarfes damit. Nicht weil das Bäumchen so viele Früchte trägt, sondern weil wir nur wenige  verwenden. Es gibt bei uns genügend Obst und Gemüse, das ebenfalls Vitamin C liefert, manches sogar mehr als die Zitronen.

 

Verwendung:

SPEISEN

Da unsere Zitronen im Winter reifen, gebe ich gerne einen Spritzer ins winterliche Apfelkompott.

Salatdressing und Dips verfeinere ich damit.

Die Blätter aller Zitrusgewächse kann man wie Zitronengras zur Geschmackverbesserung mitkochen und sie vor dem Essen entfernen. 

 

GETRÄNKE

Frisch gepresst, mache ich Limonade damit oder gebe einen Spritzer in den Tee.

Smoothies kann man damit würzen.

Die Schalen kann man zu Tee, Punsch und zu Bowlen geben.

Die herrlich duftenden Blüten kann man in geringer Menge (das sonst zu wenige Zitronen wachsen) zum Tee geben. 

 

HALTBAR MACHEN

Wenn viele gleichzeitig reif werden, friere ich Saft portionsweise ein.

Die Schale reibe und trockne ich für Kuchen, man kann sie aber auch einfrieren.

Auch zu Kräuteressig oder –öl kann man Streifen von Zitronenschale geben.

Sogar Chutney kann man daraus bereiten.

Die Schale kann man kandieren.

Getrocknet  passt die Schale gut in  ein selbst hergestelltes Kräutersalz. 

 

DEKORATION

Da die Blätter immergrün sind, kann man sie im Winter als Dekoration verwenden.

Eine Schale mit reifen Zitronen ist ein schöner Blickfang auf dem Esstisch.

 

 

KOSMETIK

Man kann etwas Saft  zur letzten Haarspülung geben, das macht die Haare weicher.

Für eine schöne Haut kann man ihn ins Badewasser geben. 

 

GESCHENKIDEE

Frische, selbstgezogene Zitronen, kandierte Schalen, Kräuteressig oder –öl, Zitronengelee.

Ein selbst gezogenes Bäumchen aus Ablegern 

 

GESUNDHEIT

In der Naturheilkunde wird die Zitrone, die reich an Vitamin C ist, gerne gegen Erkältungskrankheiten eingesetzt, aber auch gegen Entzündungen soll sie wirken. 

 

SONSTIGES

Sie ist ein gutes Bleichmittel gegen allerlei Flecken. 

 

Vermehrung:

Die wurzelechte Vermehrung erfolgt über Stecklinge, die man in Bewurzelungspulver taucht und unter gespannter Atmosphäre antreiben lässt (also unter Glas oder Kunststoffabdeckung). Das sollte bei Temperaturen über 20 Grad vor sich gehen.

Über die Kerne können Sie sie auch vermehren, aber daraus werden Pflanzen, die keine Früchte tragen – wer will das schon?

 

Pflegeaufwand:

Alle paar Jahre setzen wie die Zitrone in neue Citrus-Erde, so etwa alle zwei Wochen dünge ich im Sommer mit einem speziellen Citrus-Dünger.

Gegossen sollte mit weichem Wasser werden. Ich schaue, dass ich immer entweder Regenwasser oder zumindest abgestandenes Wasser aus dem Brunnen habe.

Damit das Bäumchen in Form bleibt, schneiden wir es  jedes Jahr beim Hinausstellen etwas zurück – dabei könnte man gleich Stecklinge machen, wenn man mag.

Citruspflanzen benötigen nicht viel Wasser, im Winter noch weniger.

 

Überwinterung:

Die Citrusgewächse vertragen absolut keinen Frost und sind daher rechtzeitig einzuräumen.

 

Vorteile:

Die Zitronen vom eigenen Bäumchen sind garantiert „bio“.

 

Nachteile:

Es handelt sich dabei eher um eine Liebhaberei als um eine Pflanze, mit der man mit wenig Arbeit hohe Erträge erreicht.