Weiden

Salix

                       

Da mir das grau-grüne Laub gut gefällt, haben wir einige Sorten von Weiden:

Die Sorte Salix purpurea nana (Zwergpurpurweide), die nur bis zu zwei Meter hoch wird. Wir haben sie für eine mittelhohe gemischte Hecke gekauft, wo sie gut hineinpasst.

Und dann ist, wie schon erwähnt,  voriges Jahr neben dem Hühnerhof eine Weide direkt aus den Betonfugen gewachsen -  daneben hat eine Weigelie dasselbe gemacht. Das hat mich so verblüfft, dass sie stehen bleiben durften und jetzt die alten Betonplatten verdecken.

Eine Kätzchenweide, ein so genannter „Palmkatzerlbam“ ist leicht zu ziehen: Man braucht nur einen etwa 50 cm langen Trieb dieser Pflanze im Frühjahr in die Erde stecken und dieser wächst schon an. Ich glaube, es gibt nichts Wüchsigeres als Weiden. Alleine wenn ich Palmkätzchenzweige  als Zierde in Gefäße mit Primeln oder anderen Frühlingsblühern stecke, haben sie beim Entfernen zum Ende der Osterzeit Wurzeln getrieben. Dasselbe passiert, wenn man sie ins Wasser stellt.

 

Verwendung:

DEKORATION

Die Zweige der Zwergpurpurweide gebe ich gerne zu Gestecken und Blumensträußen.

Die Zweige der Kätzchenweide mit ihren silbrig glänzenden Kätzchen sind der Hauptbestandteil der Palmbuschen. Dazu muss man die Sträucher im Frühjahr gut beobachten, damit man den Schnittzeitpunkt nicht versäumt, denn wenn sie aufgeblüht sind, kann man sie nicht mehr verwenden.

Diese Zweige braucht man außerdem für den Osterbaum, den man sich in der Fastenzeit bis Ostern geschmückt mit bemalten Eiern und anderen Osteraccessoires ins Zimmer stellt.

Man kann sie zu Frühlingssträußen dazugeben. 

 

GESCHENKIDEE

Wer gerne bastelt, kann mit den silbrigen Kätzchen Schachteln und anderes verzieren. 

 

TIERE

Die aufgeblühten Kätzchen sind eine der ersten Futterpflanzen für die Bienen und andere Insekten. Ich schneide daher nicht zu viele Zweige für mich ab, sondern lasse den Großteil für die Insekten am Baum und schneide erst später zurück. 

 

HOLZ

Da wir die Weide beim Hühnerhof ganz unten abschneiden, macht sie lange Triebe, aus denen mein Mann Gitter als Begrenzung für das Kartoffelbeet geflochten hat. Als Steher hat er allerdings Haselnussstecken verwendet, da Weiden gerne austreiben, wenn man sie frisch in den Boden steckt – und das ist mir dann zu viel Durcheinander. 

Man kann auch  Klettergerüste und aus den feineren Ästen der Zwergweide filigranere Gitter flechten – es gibt dazu auch einige Bücher.

Sie eignen sich auch für lebende Zäune.

Man kann begrünte Zelte oder Tunnels als Spielplätze für Kinder bauen. 

 

Vermehrung:

Die Weiden vermehren sind durch Samen, die der Wind verträgt.

Aber genau so gut kann man sie über Steckhölzer vermehren.

  

Pflegeaufwand:

Die Weiden muss man nicht aufpäppeln und düngen damit sie wachsen, sondern eher im Gegenteil. Sie werden meist groß und breit. Auch die Zwergweide wurde viel breiter als gedacht, daher schneide ich einfach ab, was mir im Weg ist. Dadurch bleibt sie auch buschiger.

Die Kätzchenweide sollte man jedes Jahr gut zurückschneiden, damit sich schöne lange Äste zum „Ernten“ bilden. Außerdem würde der Baum sonst ziemlich hoch (bis 10 Meter), denn Weiden sind sehr wüchsig.

 

Vorteile:

Da ich nun das Material zum Flechten im Garten habe, sind mir schon einige Stellen eingefallen, wo ich noch solche Stützgitter brauche. Und der Strauch wird nicht groß, wenn er jedes Jahr ganz zurück geschnitten wird.

 

Nachteile:

Wenn man eine normale Weide wachsen lässt, braucht sie viel Platz.