Stachelbeeren

Ribes uva-crispa

                       

In meiner Kindheit nannten wir diese Früchte „Ogrosl“. Heute sind wir schon feiner und nennen sie Stachelbeeren. Sie sind Verwandte der Ribisel, haben aber größere Früchte – und wie der Namen schon sagt, lästige Stacheln. Sie haben auch die Eigenschaft der Ribisel, dass sie, je länger sie an der Staude hängen, umso besser werden, denn sie können anfangs ganz schön sauer sein.

 

Verwendung:

SPEISEN

Sie passen auf Auflage auf  Blechkuchen.

Zusammen mit Weintrauben und Apfelsaft stelle ich eine grüne Grütze her. 

 

GETRÄNKE

Man kann Fruchtsaft daraus bereiten, am besten im Dampfentsafter.

In Smoothies kann man sie ebenso mixen. 

 

HALTBAR MACHEN

Aus den noch unreifen Früchten macht man eine leckere Marmelade.

Die Beeren kann man gut einfrieren: einzeln vorfrieren, dann in eine Dose geben und unaufgetaut als Kuchenbelag verwenden.

Pikant kann man sie in Essig einlegen.

Wer gerne Alkoholisches mag, legt sie in Rum ein oder setzt einen Likör an.

In den Rumtopf kann man die Früchte ebenfalls geben. 

 

Vermehrung:

Die Pflanzen kann man leicht durch Stecklinge oder durch Absenker vermehren.

 

Pflegeaufwand:

Im Frühjahr sollte man bei Bedarf ältere Äste herausnehmen.

 

Vorteile:

Die Pflanze wird nicht hoch, etwa 1 – 1,5 m - so wie Ribiselsträucher.

 

Nachteile:

Beim Pflücken und Jäten muss man gut Acht geben, sonst kann man sich an den Stacheln ziemlich aufkratzen.

Die Stauden bekommen leicht Mehltau.

 

Rezept:

Stachelbeertarte
Zutaten: 150 g Mehl, 50 g Kartoffelmehl, 2 Eiern, 80 g Margarine, 60 g Zucker, etwas Backpulver, Salz und Zimt

Man knetet einen Mürbteig. Dieser wird dünn ausgerollt und eine gefettete Form damit ausgelegt. Einen Teil des Teiges hält man für ein Gitter zurück. Den Teig belegt man einlagig mit reifen Stachelbeeren. Zwei Eier werden versprudelt,  gezuckert und über die Stachelbeeren gegossen. Darauf legt man das Gitter aus dem restlichen Teig und bestreicht es mit Dotter. Das ganze bäckt man im Rohr.