Schlehdorn

Prunus spinosa

                 

Für unseren Wildgarten haben wir von der NÖ Landesregierung im Rahmen des Heckentages eine Reihe von Wildpflanzen preisgünstig erstanden, so auch zwei Schlehen. Wie der Name schon sagt, besitzen die Sträucher viele lange Dornen. Wir haben sie daher in die Mitte der Hecke gesetzt, damit wir uns nicht beim Vorbeigehen oder Mähen verletzen. Die Beeren, die zwar gesund sind, enthalten viel Gerbsäure und sind daher bitter. Nach dem ersten Frost sind sie erst genießbar, aber am besten verwendet man sie verarbeitet.

 

Verwendung:

GETRÄNKE

Getrocknet kann man die Beeren  zu Teemischungen geben.

Man kann damit Liköre und Schnäpse herstellen.

Mit Äpfel oder Birnen kann man im Dampfentsafter ein gesundes Getränk herstellen. 

 

HALTBAR MACHEN

Schlehen kann man, wie andere Wildbeeren, zu Marmelademischungen dazugeben.

Als Beilage für Wildgerichte kann man sie auch pikant in Essig einlegen.

Zu diesem Zweck kann man auch Chutney oder Relish herstellen. 

 

GESCHENKIDEE

Schlehenlikör oder –schnaps, Chutney, Relish. 

 

TIERE

Nicht zu vergessen ist ihr hoher Wert für die Tierwelt. Die Vögel haben durch die Stacheln einen guten Schutz in den Sträuchern. Die Beeren fressen sie ebenfalls gerne. Wenn man zu lange überlegt, ob man die Beeren pflücken soll oder nicht, sind sie auch schon weg. 

 

SONSTIGES

Aufgrund der Stacheln kann man eine schützende Hecke daraus ziehen.

Die Schlehe ist eine Zeigerpflanze. Es heißt, wenn sie blüht, wird das Wetter schlecht und die Hühner legen weniger Eier. Ich muss sagen, das ist die einzige Bauernregel, die ich seit über zwanzig Jahre beobachte und die immer stimmt. Das Wetter kann  noch so schön sein – wenn die Schlehen blühen wird es unwirtlich und kalt. 

 

Vermehrung:

Der Strauch treibt Ausläufer, die man abstechen und einsetzen kann.

 

Pflegeaufwand:

Macht keine Arbeit außer einem Rückschnitt, wenn der Strauch zu groß wird.

 

Vorteile:

Für einen naturnahen Bereich ist die Pflanze gut geeignet.

 

Nachteile:

Der Strauch treibt gerne Ausläufer, die man im Winter wegstechen oder –schneiden kann, wenn sie stören.