Rote Rüben

Beta vulgaris

                       

Die Roten Rüben gehören zu den Gemüsesorten, die schon meine Mutter im Garten angebaut hat. Zusammen mit Kren und anderen Gewürzen (siehe Rezept) hat sie Salat für den Winter eingelegt – was ich noch heute mache.

 

Verwendung:

SPEISEN

Natur gekocht schmecken sie gut als Beilage zu Fleisch.

Sie können als Rohkost zu Dips gegessen werden oder man macht einen Salat daraus.

Eine Suppe können Sie daraus kochen oder eine Soße herstellen.

Wie anderes Gemüse kann man sie – gekocht – in Mehl, Ei und Bröseln panieren und ausbacken.

Wenn Sie es international haben wollen: Sie werden für Labskaus (norddeutscher Eintopf) und Borschtsch (russischer Eintopf)verwendet.

Passiert kann man mit Topfen und Kren einen Aufstrich herstellen.

Die Blätter können ebenfalls gekocht und als Gemüse gegessen werden. 

 

GETRÄNKE

Rote-Rübensaft kann man mit einer Saftpresse leicht selbst herstellen. Man kann ihn auch mit Äpfeln oder anderem Obst verfeinern.

Aber auch in Smoothies können sie – gekocht - gegeben werden. 

 

HALTBAR MACHEN

Ich verwende das Gemüse in erster Linie für eingelegte Rote Rüben.

Ein Rote-Rüben-Gemüse wird bei uns statt Rotkraut zu Braten gegessen –Rezept siehe unten. Für den Winter friere ich dieses portionsweise ein.

Die Roten Rüben, die man nicht gleich im Herbst verarbeitet, kann man in Sandmieten gut einlagern und bei Bedarf herausholen.

Chutney und Relish können hergestellt werden. 

 

TIERE

Bei der Ernte haben unsere Tiere einen Festtag, da sie kleine Knollen und die Blätter bekommen. 

 

Vermehrung:

Die Rote Rübe ist zweijährig. Wenn man sie im Beet lässt, treibt sie im zweiten Jahr Blüten und trägt Samen. Aber einfacher ist es, sich ein Päckchen im Geschäft zu kaufen.

 

Pflegeaufwand:

Die Roten Rüben sollte man nicht zu früh säen, da sie sonst bis zum Herbst zu groß werden (bekommen auch die Hasen), man kann daher eine Vorfrucht anbauen, wie etwa Radieschen.

Sie machen keine Arbeit, aber man sollte sich umschauen: Die Mäuse fressen sie gerne an.

 

Überwinterung:

Die Rüben vertragen Frost. Aber ich ernte sie beizeiten und schlage den Rest in einem frostfreien Raum in Sand ein.

 

Vorteile:

Das Gemüse gehört zu den Sorten die sehr einfach anzubauen sind und die gut wachsen, also auch für Anfänger gut geeignet sind.

Sie sind in Sand eingeschlagen bis ins Frühjahr hinein haltbar.

 

Rezepte:

Eingelegte Rote Rüben
Man  kocht diese (unbedingt mitsamt der Schale, da sie sonst ausbluten),  bis sie weich sind. Ich mache das im Druckkochtopf etwa 30 Minuten lang. Wenn sie überkühlt sind, schäle ich sie und schneide sie mit einer Küchenreibe in feine Stifte. Wenn man solch ein Gerät nicht hat, kann man sie auch in feine Scheiben schneiden. Danach mariniere ich  sie mit verdünntem Essig, Salz, Zucker, Kümmel und geriebenem Kren. Ich würze so lange nach, bis mir das Ergebnis zusagt. Dann fülle ich sie in gereinigte Gurkengläser, die ich zu diesem Zweck sammle und verschließe sie gut. So halten sie mehrere Monate. Angebrochene Gläser gebe ich in den Kühlschrank.

 

Rote-Rüben-Gemüse
Zutaten: 1 kg Rote Rüben, Fett, 1 EL Zucker, 1 Zwiebel, Essig, Kümmel, Salz, Mehl

Mein zweites Rezept ist ein „Rote-Rüben-Gemüse“, zu dem ich die großen Exemplare nehme. Die Knollen werden roh geschält, in handliche Teile zerschnitten und mit obiger Küchenreibe wieder in feine Stifte geschnitten (das geht allerdings wesentlich härter als bei den gekochten. Man kann das auch mit dem Reibeaufsatz der Küchenmaschine machen). Ich bräune ein wenig Zucker in Fett an, etwa einen gehäuften Löffel auf 1 kg Rüben, dann kommt eine fein geschnittene Zwiebel dazu, die gestiftelten Rüben, etwas Essig, Kümmel und Salz. Das ganze wird unter mehrmaligem Umrühren gekocht, bis die Rüben weich sind. Und nun wird die Masse geteilt. Der Teil, den wir gleich essen, wird mit wenig Mehl gestaubt und aufgegossen. Den Rest friere ich portionsweise ein. Dieses Gemüse essen wir gerne als Rotkrautersatz zu Schweinsbraten und anderen Fleischgerichten.