Rhabarber

Rheum

 

Als ich ein Kind war, hatten unsere Nachbarn eine stattliche Rhabarberstaude mit schönen großen Blättern, die mich  beeindruckt hat. Als ich dann selbst einen Garten hatte, wollte ich auch so eine Staude haben, obwohl ich gar nicht wusste, wie er überhaupt schmeckt. Jetzt steht er in einer schattigen Ecke  und macht das, was er auch bei den Nachbarn machte: er treibt grüne Blätter. Einige Male ernte ich ein paar Stiele, und kaum versehe ich mich, ist die Saison auch schon wieder vorbei.

 

Verwendung:

SPEISEN

Hauptsächlich verwende ich ihn für Rhabarbersoße, von der ich gleich eine größere Menge bereite um sie für den Winter einzufrieren – siehe unten.

Die fein geschnittenen Stängel  gebe ich in den Teig des Kaiserschmarrens, wo sie mitgebraten werden. 

 

GETRÄNKE

Man glaubt es kaum, aber man kann den Rhabarber sogar für allerlei Getränke nutzen: Man kann etwa Sirup  damit herstellen.

Man kann ihn – gekocht – zu Smoothies geben, am besten mit Erdbeeren.

Aber auch in Shakes kann man ihn mischen.

Likör oder Schnaps kann man daraus bereiten. 

 

HALTBAR MACHEN

Geschält und in Stücke geschnitten kann man den Rhabarber gut einfrieren.

Da die Erdbeeren und der Rhabarber zur gleichen Zeit reifen, gibt es bei uns jedes Jahr eine gemeinsame Marmelade der beiden.

Aber auch Kompott aus den beiden Früchten lege ich gerne ein.

Für den Winter kann man Chutney oder Relish daraus bereiten. 

 

GESCHENKIDEE

Da man Rhabarberzubereitungen selten zu kaufen bekommt, sind Marmelade, Saft, Likör, Schnaps, eingelegte Früchte, Chutney oder Relish sicher ein willkommenes Geschenk. 

 

GESUNDHEIT

Rhabarber enthält viele Mineralstoffe aber leider auch Oxalsäure, die die Entstehung von Nierensteinen fördert (ich hatte einmal welche und vergönne das keinem) und den Zahnschmelz angreift. Daher sollte man nicht zu viel davon essen. 

 

SONSTIGES

Die großen Blätter, die man ja nicht isst, verwende ich zum Mulchen. 

 

Vermehrung:

Von größeren Stauden kann man im Herbst oder Frühjahr leicht Teile abstechen, aber jeder Teil sollte mindestens ein bis zwei Knospen haben. Der Rhabarber sollte so eingesetzt werden, dass die neuen Triebe einige Zentimeter mit Erde bedeckt sind.

 

Pflegeaufwand:

Dieser ist gering. Die sehr hoch werdenden Blütenstände gehören abgeschnitten, damit die Wuchskraft nicht leidet.

Man darf nur einen Teil der Blätter ernten, da sonst die Pflanze zu sehr geschwächt wird.

 

Vorteile:

Es handelt sich um eine schöne Staude, die nicht wuchert und die im Gegensatz zu vielen anderen lieber im Halbschatten als in der prallen Sonne steht.

 

Nachteile:

Die Oxalsäure – siehe unter Gesundheit.

Außerdem darf man ihn nur bis zum 24.6. (Johannes) ernten, da später der Oxalsäuregehalt steigt und damit er Kräfte für das nächste Jahr sammeln kann.

 

Rezept:

Pikante Rhabarbersoße
Zutaten: 1 Zwiebel, 350 g Rhabarber, 2 EL Zucker, Salz, Pfeffer, Sojasoße.

Die geschälten Rhabarberstängel in kleine Stücke schneiden, die Zwiebel würfeln. Den Zucker in wenig Fett goldbraun werden lassen, die Zwiebel etwas anrösten, dann den Rhabarber und die Gewürze dazu geben und schmoren lassen, bis der Rhabarber weich ist und alles eine sämige Konsistenz hat. Wenn ich Naturschnitzel koche, gebe ich diese Soße einige Zeit vor dem Garwerden zum Fleisch.

Zum Einfrieren kann man die Masse vervielfachen.