Pfirsich
(Weingartenpfirsich)

Malum persicum

                       

Es gibt Pfirsichsorten, die sehr große, gelb-rote Früchte tragen. Wir haben „nur“ einen gewöhnlichen Weingartenpfirsich – aber dafür lasse ich alles andere Obst stehen. Die Bäume werden nicht sehr groß und ihre Krone ist eher locker, so dass man darunter auch etwas anbauen kann. Viele Leute haben diesen Baum im Gemüsegarten stehen. Früher, als wir Kinder waren, stand er wirklich in vielen Weingärten, wie der Name sagt. 

 

Verwendung:

SPEISEN

Man kann sie zu Desserts verarbeiten und würfelig geschnitten zu Obstsalaten und ins Müsli geben.

Es gibt aber auch Rezepte für Fleischgerichte mit Pfirsichen.

Geschält, halbiert, gedünstet und mit Preiselbeeren gefüllt, reiche ich sie zu Wildgerichten. 

 

GETRÄNKE

Eine Bowle mit Pfirsichen ist ein erfrischendes Partygetränk.

Likör kann man damit ansetzen oder Schnaps daraus brauen.

In einen süßen Smoothie passen sie gut.

Man kann Saft daraus herstellen. 

 

HALTBAR MACHEN

Die Pfirsiche eignen sich gut zum Einlegen. Ich habe schon gesehen, dass sie jemand ungeschält eingelegt hat, aber ohne Schale sehen sie besser aus. Dazu gibt man sie kurz in heißes Wasser und ritzt danach die Haut leicht ein, dann lässt sie sich mit einem Messer leicht ablösen.

Die Marmelade aus Pfirsichen schmeckt ebenfalls lecker, auch gemischt mit anderen Früchten der Saison.

Sogar Chutney kann man daraus machen.

Wenn die Ernte gut ausfällt, pürieren wir die Pfirsiche und frieren das Mus ein, um es später für Tortenspiegel (siehe unter Himbeeren) oder für Desserts weiter zu verwenden.

Festere Exemplare kann man würfelig geschnitten zum Rumtopf geben. 

 

GESCHENKIDEE

Vielen „Nichtgartenbesitzern“ macht man sicherlich eine Freude mit einem Körbchen der frischen Früchte.

Aber auch Chutney, Marmelade oder eingelegte Pfirsiche kann man weiterschenken.

Oder wie wäre es mit einem selbst gezogenen Bäumchen, die leicht aufgehen. 

 

HOLZ

Das Holz, das beim Schnitt anfällt, nützen wir zum Feuer machen.

Man kann es aber auch in die Totholzhecke geben

oder häckseln. 

 

Vermehrung:

Da die Weingartenpfirsiche nicht veredelt werden müssen, kann man sie aus den Kernen selbst ziehen. Oft gehen sie von alleine auf und man muss sie nur mehr an eine passende Stelle setzen.

 

Pflegeaufwand:

Ein Rückschnitt ist wichtig, damit der Baum nicht verkahlt. Der Baum  bevorzugt er einen leichten Boden.

 

Vorteile:

Die Bäume sind eher kleinwüchsig.

Sie tragen bereits nach wenigen Jahren.

 

Nachteile:

Die Lebensdauer ist nicht sehr hoch. Wir haben daher immer eine Reihe vom Bäumchen im Anwachsen, damit wir Ersatz haben – aber oft gehen diese auch an Freunde weg, die Gefallen daran finden.

Das Problem bei den Pfirsichbäumen ist die Kräuselkrankheit der Blätter, die, wenn man nichts unternimmt, schon mal einen Baum innerhalb weniger Jahre dahinraffen kann. Wir spritzen im Frühjahr vor der Blüte  einmal mit einem geeigneten Präparat aus dem Gartenfachhandel. Manche Gärtner spritzen auch im Herbst noch einmal nach dem Laubfall.

 

Rezept:

Joghurt-Torte mit Pfirsich
Zutaten: Boden: 4 Dotter, 80 g Staubzucker, 60 g Mehl, 4 Klar Schnee

Joghurtmasse: 2 Becher Joghurt 1 %, 6 Blatt Gelatine, 130 g Zucker, Rum, Zitronenschale, 1 Becher Schlagobers, 400 g Pfirsiche

Tortenspiegel: 400 Pfirsiche, 80 g  Zucker, 6 Blatt Gelatine

Dotter und Staubzucker werden schaumig gerührt, Schnee und Mehl untergehoben. Die Masse wird in eine Backform mit 26 cm Durchmesser gefüllt und gebacken. Dann lässt man den Tortenboden auskühlen. Er wird dünn mit Marmelade bestrichen.

In der Zwischenzeit vermengt man Joghurt, Zucker, Rum, Zitronenschale und hebt den geschlagenen Schlagobers vorsichtig unter. Die Gelatine löst man laut Packungsanleitung auf. Gelatine und Joghurtmasse werden gut verrührt.

Die Pfirsiche werden geschält und in Würfel geschnitten. – Diese kommen in die Joghurtmasse.

Der Tortenboden wird in einen Tortenring gegeben, dann leert man die Joghurtmasse drauf. Die Torte wird in den Kühlschrank gestellt, wo sie einige Stunden zum Erstarren bleibt. Wenn dies geschehen ist, geht man an die Bereitung des Pfirsichspiegels: Der Rest der Pfirsiche wird zu Püree gemixt und mit  Zucker und der Gelatine verrührt. Dies gießt man nun über die Torte, die sich noch immer im Tortenring befindet, und stellt sie wieder für einige Zeit kalt. Die Seiten bestreicht man mit Schlagobers und den Rand verziert man mit Schlagoberstupfen. (Liest sich komplizierter als es ist).