Petersilie

Petroselinum crispum

 

Die Petersilie ist ein Kraut, das in kaum einem Garten fehlt, da es in der Küche häufig gebraucht wird, um alle möglichen Suppen und Fleischspeisen zu würzen. Mit dem Anbau ist das aber so eine Sache. Oft geht sie nur schwer auf oder sie wird bald nach dem Erscheinen gelb und geht ein. Ich ziehe daher einige Pflanzen schon frühzeitig im Topf vor, um einen gewissen Vorsprung zu haben. Man sollte sie nicht immer and dieselbe Stelle säen, da sie mit sich selbst unverträglich ist.

 

Verwendung:

SPEISEN

Aufstriche und Kräuterbutter kann man damit verfeinern.

Wenn man sie erst gegen Schluss zu den Gerichten gibt, behält sie besser Farbe und Geschmack.

Sie gehört als Zutat zur Frankfurter Soße. Ich verwende sie für meine grüne Soße mit Eiern (siehe Kopfsalat).

Außerdem gibt es noch die Wurzelpetersilie, die man im Herbst erntet und geschnitten in Gemüsesuppen gibt. 

 

GETRÄNKE

In pikante Smoothies kann man sie geben.

Aus denm Kraut,  Samen oder Wurzeln kann man Tee kochen. 

 

HALTBAR MACHEN

Man kann sie leicht einfrieren. Ich gebe sie fein gehackt in kleine Gefrierbehälter und steche dann mit einem Messer die gewünschte Menge heraus.

Man kann sie aber auch trocknen.

Einige Zweige kann man zusammen mit Karotten, Petersiliewurzel, jeweils einem Stück Lauch und  Sellerie portionsweise als Suppengrün einfrieren

Zu Pesto kann man sie verarbeiten,

oder zu Kräuteressig und –öl dazugeben.

Frisch oder getrocknet  passt sie gut in  ein selbst hergestelltes Kräutersalz (siehe Grundrezepte). 

 

GESCHENKIDEE

Pesto, Kräuteressig oder –öl, selbst geernteter Samen 

 

GESUNDHEIT

Petersilie hat sehr viel Vitamin C und verschiedene Heilwirkungen. Unter anderem ist sie harntreibend, was man mit einem entsprechenden Tee aus den Samen oder Wurzeln ausnützen kann (vorher den Arzt fragen). 

 

Vermehrung:

Die Petersilie ist zweijährig. Im zweiten Jahr kann man sie noch einige Zeit beernten, bis die neue Saat gut entwickelt ist. Dann bildet sie Samen aus, die man an der Pflanze trocknen lassen und ernten kann. Ich binde die langen Stiele vorsichtshalber auf, damit sie nicht durch den Wind umknicken.

 

Pflegeaufwand.

Sobald die Petersilie einmal aufgegangen und schön grün ist, wächst sie ohne viel Pflege unermüdlich bis ins nächste Frühjahr weiter.

Es ist gut, sie nicht ins hinterste Eck zu setzen, da man sie häufig braucht.

Ich baue keine allzu großen Flächen Petersilie an, sondern ernte sie einige Male während des Sommers zum Einfrieren.

 

Überwinterung:

Die Petersilie ist winterhart. Man kann aber im Herbst einzelne Pflanzen ausgraben, in Töpfe setzen und ins Haus holen.

 

Vorteile:

Ich  brauche nur in den Garten zu gehen und kann mir  jede Menge von dem Kraut für die Küche holen.

 

Nachteile:

Die Petersilie hat eine Keimdauer von vier bis acht! Wochen. Daher weiß man oft nicht, ob noch etwas aufgeht oder nicht. Um die Sache zu beschleunigen, kann man die Samen über Nacht in lauwarmes Wasser legen, damit sie vorquellen. Die Saat sollte man immer feucht halten. Wie beim Anbau von Karotten kann man auch hier vereinzelt Radieschensamen in die Saatrillen mit hineingeben, damit man die Reihen schneller erkennen kann und  gleich frühzeitig etwas zu ernten hat.

 

Rezepte:

Petersilkartoffeln
Man kocht die benötigte Menge speckiger Kartoffeln weich, schält sie und schneidet sie in kleinere Stücke. In einer Pfanne lässt man Butter heiß werden, gibt reichlich fein geschnittene Petersilie dazu und lässt sie anschwitzen. Dann rührt man die Kartoffeln unter. Wir sind es allerdings gewohnt, zuerst die Kartoffeln etwas Farbe bekommen zu lassen, und dann erst die Petersilie dazu zu geben.

 

Eier in grüner Soße
Nach Ostern und im Sommer (im Sommer deshalb, weil es eher ein erfrischendes Gericht ist)  mache ich gerne Eier in grüner Soße. Dazu koche ich pro Person ein bis zwei Eier hart. Dazwischen bereite ich eine Soße aus 1 Becher Rahm, 1 Becher Joghurt, Salz, Pfeffer und allen fein geschnittenen Kräutern, die gerade wachsen, wie Petersilie, Schnittlauch, Dille, Borretsch, Kerbel, Zitronenmelisse, Majoran etc. Dann lege ich einen Teller mit grünen Salatblättern aus, gebe die Soße drauf und platziere obenauf die geviertelten Eier. Dazu gibt es Brot.