Pastinaken

Pastinaca

                       

Die Pastinaken sind ein altes Gemüse, das aber im Laufe der letzten Jahrhunderte von den Kartoffeln und den Karotten verdrängt wurde. Seit man wieder auf alte Kultursorten zurückgreift, werden auch die Pastinaken wieder geschätzt. Ich habe sie anlässlich des Hochwassers im August 2002 kennen gelernt. Da brachte mir eine Freundin Herbstgemüse aus ihrem Garten, da bei uns ja alles kaputt war. Und da war auch dieses rübenartige Gemüse dabei. Nachdem sie uns allen gut schmeckten und man sie noch dazu über den Winter in Sand einschlagen kann, kamen sie gleich auf meine Aussaatliste.

 

Verwendung:

SPEISEN

Ich gebe sie gerne zu Gemüsesuppen.

Sie sind ein Hauptbestandteil meiner „bunten Gemüsepfanne“ die ich im Herbst und Winter als Beilage zu Fleisch gerne zubereite – Rezept siehe unten.

Als Püree kann man sie  entweder alleine oder gemischt mit Kartoffeln zubereiten.

Man kann sie braten, paniert ausbacken oder dünsten.

Zur Wildsoße kann man etwas davon geben.

Die Blätter kann man wie Petersilie zum Würzen von Suppen und anderen Speisen verwenden.

Man kann sie roh fein geschnitten zu Salaten geben.

Als Snack kann man Chips daraus herstellen – das heißt, fein geschnitten frittieren. 

 

HALTBAR MACHEN

Da die Pastinaken winterhart sind, kann man sie im Beet lassen.

Ich schlage sie aber lieber in Sand ein, da ich sie dann jederzeit – auch bei Schnee und Frost – verfügbar habe.

Natürlich kann man sie (blanchiert) auch einfrieren.  

 

Vermehrung:

Die Pflanze ist zweijährig und treibt im zweiten Jahr Blüten und Samen, doch es ist einfacher, den Sa­men im Geschäft zu kaufen. Aber Achtung: Dieser ist nur ein bis zwei Jahre keimfähig.

 

Pflegeaufwand:

Wie Karotten

 

Vorteile:

Das Gemüse kann man den Winter über verarbeiten, wenn es im Garten nichts gibt.

 

Rezepte:

Pastinaken-Laibchen
Zutaten: 500 g fein geriebene Pastinaken, je 1 fein geriebene Karotte und Zwiebel, 2 El Mehl, 2 El Grieß, 3 Eier, Salz, Pfeffer, Kräuter nach Geschmack

Alle Zutaten werden vermischt und einige Zeit rasten gelassen. Danach formt man kleine Laibchen und bäckt sie in Fett in der Pfanne oder am Plattengriller aus. Als Beilage isst man grünen Salat und selbst gemachte Knoblauch- Joghurt-Soße.

 

Bunte Gemüsepfanne
Im Herbst/Winter mache ich dieses Gericht gerne als Beilage zu Naturschnitzeln oder Koteletts: Ich schneide verschiedene Lagergemüse, die ich gerade vorrätig habe (Karotten, Kartoffeln, Sellerie, Rüben, Kürbis und Pastinaken) in kleine Würfel und koche alles. Den Kürbis koche ich extra, da er eine kürzere Kochdauer hat. In der Zwischenzeit schneide ich eine Zwiebel klein und röste sie an. Dann gebe ich die gekochten, abgeseihten Gemüsewürfel dazu, brate sie etwas an und würze mit Salz, Pfeffer und Thymian und streue zum Schluss eine kleine Hand voll Sonnenblumenkerze (oder Kürbiskerne) darüber. Das Gericht sieht hübsch aus, da das Gemüse von weiß bis orange alle Farbschattierungen aufweist. Wenn man noch etwas Grün dazu will, kann man noch Petersilie darüber streuen.