Paprika

Capsicum annuum

                       

Grüne Paprika sind im Sommer neben den Tomaten das begehrteste Gemüse. In vielen Salaten entfalten sie ihre erfrischende Wirkung. Man braucht sich auch nicht auf grüne Sorten zu beschränken, es gibt sie in gelb, rot, violett oder orange.

 

Verwendung:

SPEISEN

In Streifen geschnitten gebe ich sie zu Eierspeisen, Gulasch, serbischer Bohnensuppe und vielem mehr.

Fein gewürfelt kommen sie in Aufstriche, in grobe Stücke geschnitten, kommen sie zur Rohkostplatte.

Wenn man gerade beim Grillen ist, kann man welche dazu legen. 

 

HALTBAR MACHEN

Im Herbst habe ich immer große Mengen von Paprika und Tomaten an den Stauden. Daraus mache ich Letscho und friere dieses portionsweise ein.

Vor dem ersten Frost ernte ich alle Paprikaschoten, die noch an den Stauden sind, schneide sie in Streifen und friere sie in kleineren Dosen ein. Im Winter gebe ich sie unaufgetaut zu Speisen wie oben erwähnt.

Man kann sie aber auch trocknen

oder einlegen, zum Beispiel gefüllt mit Zwiebeln.

Ich bereite gerne gefüllte Paprika zu. Einen Teil essen wir gleich mit einer Tomatensoße, die anderen friere ich für den Winter ein (Rezept siehe unten).

Man kann aus ihnen Chutney oder Relish herstellen. 

 

GESCHENKIDEE

Dafür eignen sich vor allem Chutney und Relish,

aber auch frische Früchte, wenn sie genug davon haben.

Selbst geerntete Samen. 

 

GESUNDHEIT

Von wegen Zitronen und Vitamin C: Die Paprikas haben mehr davon. 

 

Vermehrung:

Die Samen kann man ernten, trocknen und im nächsten Jahr wieder säen.

 

Pflegeaufwand:

Die Paprikapflanzen sind nicht so pflegeintensiv wie die Tomaten, vor allem muss (besser gesagt darf)  man sie nicht entgeizen und für Krankheiten sind sie auch nicht anfällig.

Aber an Stecken anbinden sollte man sie schon, damit die Triebe bei stärkerem Behang oder bei starkem Wind nicht abbrechen.

 

Überwinterung:

Die Pflanzen sind nicht winterhart, sie vertragen nicht den leichtesten Frost. Sie sollten also schauen, dass alle Früchte vorher geerntet sind.

 

Vorteile:

Sie bringen bei guter Witterung einen schönen Ertrag bis in den Herbst hinein.

 

Nachteile:

Was sie überhaupt nicht mögen, ist nasskaltes Wetter.

 

Rezepte:

Sommersalat
Die erfrischendste Mahlzeit für einen heißen Sommerabend ist ein Salat aus Tomaten, Paprika und Zwiebeln mit einer Marinade aus Essig, Öl, Salz und Zucker. Da hinein kann man nach Belieben Wurst geben, ebenso wie alle möglichen Kräuter, allen voran Basilikum, das so gut zu den Tomaten passt.

 

Gefüllte Paprika
Zutaten: Als Fülle (für 4 Personen) dienen 5 dag  Reis, 200 g  Faschiertes, gewürzt mit Salz, Pfeffer, Petersilie, angerösteter Zwiebel und Ei – größere Paprikaschoten

Von den Paprikaschoten wird der Stielansatz weggeschnitten und zum Wiederverschließen aufgehoben. Die Kerne werden entfernt. Der Reis wird gekocht. Wenn der Reis überkühlt ist, vermenge ich alle Zutaten und füllte damit die Paprikaschoten. Sie kommen dann in einen Topf mit Tomatensoße und ich koche sie am Herd etwa 45 Minuten. Man kann sie aber auch im Rohr garen.

Wenn es schnell gehen soll, gebe ich die Paprika mit wenig passierten Tomaten und Wasser in den Schnellkochtopf und gare sie 15 Minuten. In der Zwischenzeit bereite ich mit den restlichen passierten Tomaten die Soße, in die ich die gekochten Paprikaschoten lege.

 

Letscho
Zutaten: 1 kg grüne Paprika, ½ kg Tomaten, 2 große Zwiebeln, Salz, Fett, Knoblauch, Pfeffer, Salz, Paprikapulver – Sie können die Menge von Paprika, Tomaten und Zwiebel aber auch nach Ihrem Geschmack verändern. Zum Einfrieren vervielfache ich die Mengen.

Je nach Menge des Gemüses lasse ich einige Löffel Zucker in Fett goldgelb anlaufen. Dann kommen die geschnittenen Zwiebeln hinein, die man anrösten lässt. Dazu gibt man die geschälten, geschnittenen Paradeiser und die in Streifen geschnittenen Paprika. Gewürzt wird mit Knoblauch, Pfeffer und Paprikapulver. Man lässt die Masse so lange kochen, bis sie schön sämig ist.