Mangold

Beta vulgaris

                       

Mangold kannte ich bis vor kurzem nur vom Hörensagen. Doch voriges Jahr erhielt ich mit einer Gartenzeitschrift eine Gratispackung Samen. Da ich ja genug Platz habe, baute ich sie an – und was soll ich sagen: wir waren begeistert. Der Spinat aus den Blättern schmeckt einfach köstlich. Meiner Meinung nach besser als der normale.

Es gibt viele verschiedene Sorten mit grünen oder roten Blättern, glatt oder gekräuselt. Außerdem wird zwischen Stiel- und Schnittmangold unterschieden. Bei ersterem kann man auch aus den Stielen Gemüse kochen.

 

Verwendung:

SPEISEN

Am besten bereitet man ihn wie normalen Spinat zu. Er ist viel schneller gepflückt, da die Blätter ziemlich groß sind. Diese muss man nur mehr von den Stielen streifen, blanchieren (wobei die rote Farbe, die manche Blätter haben,  im Wasser bleibt) und passieren.

Aus den Stängeln kann man ebenfalls Gemüse zubereiten. Man schneidet und dünstet sie. Man kann sie mit einer Einbrenn binden, mit Käse überbacken oder natur zu Fleisch servieren. Den erdigen Geschmack verlieren die Stängel, wenn man zum Kochwasser Milch gibt.

Blanchiert passt er gut zu Fleisch- Fisch- und Eiergerichten. 

 

GETRÄNKE

Man kann die Blätter gut in einen Smoothie mischen, damit dieser sämiger wird. 

 

 HALTBAR MACHEN

Mangold eignet sich in blanchierter oder passierter Form gut zum Einfrieren für den Winter. 

 

TIERE

Es fallen immer wieder Blätter an, die abbrechen oder Verletzungen haben. Diese verfüttere ich an die Hühner. 

 

Vermehrung:

Der Mangold ist eine zweijährige Pflanze, die man im ersten Jahr beernten kann und die im zweiten Jahr blüht und Samen trägt, die man auch zur Neuaussaat verwenden kann.

Wenn er allerdings erfriert, so wie bei mir, kauft man Samen einfach nach.

 

Pflegeaufwand:

Der Pflegeaufwand ist sehr gering.

 

Überwinterung:

Vor dem Winter sollte man ihn mit Laub gegen starken Frost abdecken.

Noch besser ist es, die Wurzeln auszugraben und sie in Sand im kühlen Erdkeller bis zum Frühjahr aufzubewahren.

 

Vorteile:

Die Blätter wachsen die ganze Vegetationsperiode lang nach, wenn man die Herzblätter stehen lässt.

 

Nachteile:

Die Pflanze enthält viel Oxalsäure und daher sollten die Blätter nicht allzu oft verzehrt werden, vor allem von Personen, die unter Nierensteinen leiden.

 

Rezept:

Mangoldröllchen
Zutaten: Mangoldblätter, 200 g faschiertes Fleisch, 50 g Reis, Salz, Pfeffer, 1 Zwiebel, Petersilie, Paradeissoße

Der Reis wird weich gekocht. Das Faschierte wird mit der fein geschnittenen Zwiebel und der Petersilie angeröstet und gewürzt. Die Mangoldblätter werden vom dicken Stiel befreit und leicht blanchiert. Dann legt man jeweils ein Blatt auf, gibt ein längliches Stück Fülle in die Mitte und schlägt zuerst die Seiten ein und rollt sie dann zusammen. Sie werden nebeneinander in die Bratpfanne geschlichtet und im Rohr gebacken. Dazu essen wir Paradeissoße und gekochte Kartoffeln.