Löwenzahn

Taraxacum

                       

Der Löwenzahn gehört zu den Pflanzen, um die man sich nicht extra bemühen muss – sie kommen ganz von alleine in den Garten, auch wenn einem das nicht immer zusagt. Aber ich ärgere mich nicht mehr über ihn, sondern ich verwende davon, was ich brauchen kann.

 

Verwendung:

SPEISEN

Junge Blätter gebe ich zu gemischten Salaten.

Die getrockneten Wurzeln kann man reiben und als Kaffee-Ersatz verwenden. 

 

GETRÄNKE

Die gelben Blütenblätter passen getrocknet in Teemischungen. 

 

HALTBAR MACHEN

Aus den geschlossenen Knospen kann man, so wie mit denen der Kapuzinerkresse, falsche Kapern herstellen (Rezept siehe unter Gänseblümchen).

 Aus den Blüten stellt man den so genannten Löwenzahnhonig her – Rezept siehe unten. 

 

DEKORATION

Die gelben Blütenblätter sind ein schöner und gesunder Farbtupfer auf grünen Salaten. 

 

GESCHENKIDEE

Löwenzahnhonig, gemischter Tee mit Löwenzahnblüten 

 

GESUNDHEIT

Der oben erwähnte Löwenzahnhonig gilt als Hausmittel gegen Husten.

Löwenzahnlikör als Aperitif regt die Magensäfte an. 

 

TIERE

Da die Stauden schon zeitig im Jahr austreiben, wenn das Gras noch viel zu kurz zum Mähen ist, steche ich sie gerne für die Hühner aus.

Da die Blüten ebenfalls schon zeitig im Frühjahr erscheinen, gehören sie zu den ersten Bienenweiden. 

 

Vermehrung:

Die Pflanzen vermehren sich selbständig durch Samen, die wie kleine Fallschirme aussehen und die durch den Wind vertragen werden, man muss das nicht weiter fördern.

Für kleinere Kinder war das immer schon und ist es auch heute noch ein Vergnügen diese Schirmchen zu verblasen.

 

Nachteile:

Man wird der Pflanzen kaum Herr. Wenn man sie entfernen will, muss man sie mitsamt der Wurzel ausstechen, am besten mit einem Unkrautstecher.

 

Rezepte:

Löwenzahnhonig
Dafür nimmt man zwei Hände voll Blütenblätter (nur die gelben Blütenzungen) und
lässt diese in 1 l Wasser  einige Minuten kochen. Dann seiht man die Blütenblätter ab und lässt das Ganze mit 1 kg  Rohrzucker (oder Feinkristallzucker) köcheln, bis es eine honigartige Konsistenz hat. Diesen Honig kann man zum Süßen von allerlei Mehlspeisen und Tee verwenden.

 

Löwenzahnjauche
Man füllt einen Plastikkübel locker mit Löwenzahnblättern und –blüten und füllt den Kübel mit Regenwasser bis nicht ganz oben hin an. Der Kübel kommt für 2 – 3 Wochen in die Sonne und wird öfters im Vorbeigehen umgerührt. Die Flüssigkeit beginnt zu gären. Um den Geruch zu unterbinden, kann man etwas Gesteinsmehl unterrühren. Wenn die Gärung vorüber ist, seiht man die Flüssigkeit ab und verwendet  sie pur oder bis zu 1 : 5 verdünnt vor allem zum Gießen der Obstgehölze.