Kürbis

Cucurbita

 

Seitdem wir über genügend Gartenraum verfügen, bauen wir jedes Jahr einige Kürbissorten an, so zum Beispiel den Butternut und den Hokkaido, sowie einige Zierkürbissorten. Wir beschränken uns aber auf wenige Sorten, die auch die Hasen und Hühner mögen, da die Kürbisse  einen großen Platzbedarf haben und überall hinkriechen, wo man sie nicht gebrauchen kann. Heuer hatten wir zwei Riesenkürbisse im Liguster hängen.  Eine Pflanze setze ich immer auf unseren großen Komposthaufen, den sie mitsamt der Totholzhecke überwuchert, was ein schönes Bild ergibt.

                       

Verwendung:

SPEISEN

Das beliebteste Gericht ist wohl die Kürbiscremesuppe, die man mit Schlagobers und Kernöl dekorieren kann.

Weiters kann man ihn wie Schnitzel in Fett ausbacken, als Gemüse dünsten, zu Eintöpfen geben oder Püree herstellen.

Im Rohr kann man ihn backen oder gratinieren.

Die Kartoffeln bei den gleichnamigen Puffern kann man durch einen Teil Kürbis ersetzen.

Der Spaghetti-Kürbis zerfällt nach dem Kochen (im Ganzen) in einzelne Fasern, die wie Spaghetti aussehen und mit Soße angerichtet werden.

Sogar die Blüten kann man verwerten: Entweder als Dekoration, in Backteig ausgebacken oder gefüllt mit Faschiertem.

Kürbisse kann man wie Zucchini für Kuchen verwenden – siehe dort.

Geröstete Kerne vom Ölkürbis kann man als Suppendekoration oder zum Knabbern nehmen.

 

GETRÄNKE

Mit anderen Früchten oder Gemüse können Sie einen herbstlich-frischen Smoothie bereiten.

 

HALTBAR MACHEN

Die Kürbisse sind ein gutes Lagergemüse. Sie halten sich monatelang im nicht zu kalten Keller (bei uns im Wintergarten). Nach dem Anschneiden kommen sie in den Kühlschrank, wo sie noch gut eine Woche liegen können – wenn sie nicht zu groß dazu sind.

Da viele Speisekürbisse ziemlich groß sind und man nicht alles auf einmal verwenden kann, kann man sie in Würfel geschnitten einfach für den Winter einfrieren – ich blanchiere sie dazu nicht.

In Würfel geschnitten koche ich sie und püriere sie zu Mus. Dieses friere ich portionsweise ein und habe so eine Basis für Suppen, wenn es einmal schnell gehen muss.

Marmelade davon gibt es ebenfalls – auch gemischt mit Früchten, wie zum Beispiel Äpfeln.

Man kann sie auch süß-sauer einlegen oder

Chutney und Relish bereiten.

 

DEKORATION

Zier- und Riesenkürbisse sind die Herbstdekoration schlechthin. Sie halten locker bis Weihnachten.

Eine Bekannte bemalt sie mit lustigen Gesichtern und verkauft sie haufenweise.

Zu Halloween stellt man sie ausgehöhlt, mit ausgeschnittenem Gesicht und einer Kerze drinnen vors Haus,

Ausgehöhlte Exemplare kann man als Suppenterrinen verwenden.

 

GESCHENKIDEE

Chutney, Relish oder Marmelade

Wenn man zu viele Zierkürbisse einer Sorte hat, kann man sie verschenken oder bei Nachbarn und Freunden gegen andere eintauschen.

Samen der verschiedenen Sorten.

 

TIERE

Wie gesagt, sind sie auch ein leckeres Hühner- und Hasenfutter für die Winterzeit. Die Hasen, die wir vor einigen Jahren hatten,  wussten das allerdings nicht gleich und wir waren ratlos. So reduzierte ihnen mein Mann die Ration an Rüben – und siehe da, auf einmal mundeten ihnen auch die Kürbisse.

 

Vermehrung:

Man kann die Samen von reifen Kürbissen herauslösen, abwaschen und trocknen. Es ist aber nicht sicher, dass man dann im nächsten wieder dieselben Früchte bekommt, da es sein kann, dass sie sich mit anderen Sorten (auch mit Zucchinis) verkreuzt haben. Wir nehmen allerdings schon seit zwei Jahren den Samen von den Riesenkürbissen und sie sind noch immer gleich. 

 

Pflegeaufwand:

Ich baue die Pflanzen im Wintergarten im März oder April an und setze sie nach den Eisheiligen an Ort und Stelle – natürlich eine sonnige Stelle.

Ich gieße sie dann einige Male – und damit ist für mich die Arbeit erledigt. Den Rest müssen sie alleine schaffen.

Im Frühjahr bekommen sie eine Gabe Kompost, danach dünge sie nicht mehr, höchstens schneide ich Triebe ab, die mir im Weg sind.

 

Überwinterung:

Die Kürbisse vertragen keinen Frost. Gelagert werden sie im Keller oder einem frostfreien Raum, der nicht zu kalt sein sollte.

Damit sie keine Druckstellen bekommen und nicht zu faulen beginnen, kann man sie auf Stroh oder ähnliches legen. So halten manche Sorten angeblich bis zu einem Jahr.

 

Vorteile:

Sie begrünen ganze Komposthaufen und andere Ecken und sie wachsen ohne viel Zutun.

 

Nachteile:

Sie brauchen viel Platz. Wenn sie den nicht haben, haben sie viel Arbeit mit schneiden, umlegen oder gar Aufbinden.

 

Rezepte:

Kürbiscremesuppe Zutaten: 500 g Kürbisfleisch, 100 g Kartoffeln, 1 Zwiebel, Butter, 1 l Suppe, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, ½ Becher Schlagobers

Eine fein gehackte Zwiebel wird angeröstet. Das entkernte, in Würfel geschnittene Kürbisfleisch und die gewürfelten Kartoffeln werden dazugegeben und ein wenig angebraten. Dann würzt man mit Salz, Pfeffer und Muskat, gießt mit Suppe auf und lässt alles weich kochen. Anschließend püriert man die Suppe und verfeinert sie mit Schlagobers. Ich garniere sie gerne mit etwas Rahm und Kürbiskernöl.

 

Kürbis-Kartoffel-Puffer Zutaten: 500 g Kürbisfleisch, 500 g Kartoffeln, 1 Karotte, 2 Eier, 1 gehackte Zwiebel, Knoblauch, 2 EL Mehl, Salz, Pfeffer

Kürbis und Kartoffeln werden grob geraspelt, die Karotte fein, wobei die Kartoffeln ausgedrückt werden. Dann vermischt man alle Zutaten. Man formt flache Laibchen und bäckt sie in einer Bratpfanne auf beiden Seiten knusprig braun. Als Beilage essen wir neben Ketchup einen Salat.