Kapuzinerkresse

Tropaeolum majus

                       

Die Kapuzinerkresse erinnert nicht nur mit dem Namen an die Gartenkresse - die Blätter schmecken auch danach. Also für mich eine geeignete Pflanze, das Angenehme (schöne Blüten) mit dem Nützlichen (Essbarkeit) zu verbinden. Ich säe die einjährige Pflanze im April im Wintergarten in Töpfe und setze sie nach den Eisheiligen hin, wo ich gerade Lückenfüller brauche.

 

Verwendung:

SPEISEN

Die Blätter schneide ich fein und verwende sie als Brotbelag.

Ebenso kann man sie in verschiedene Salate und Aufstriche geben. 

 

GETRÄNKE

Die Blätter passen gut in einen pikanten Smoothie. 

 

HALTBAR MACHEN

Die Knospen kann man als Kapernersatz in Essig einlegen (siehe unter Gänseblümchen).

Die Blätter kann man zu Pesto verarbeiten. 

 

DEKORATION

Die Blüten, die man auch essen kann, verwende ich als Dekoration für Salate. 

 

GESCHENKIDEE

Pesto und Kapern 

 

PFLANZENSCHUTZ

Die Pflanze soll Läuse von den Obstbäumen fern halten. Ich setze sie daher gerne als Bodendecker auf Baumscheiben.

Kohlweißlinge werden durch den Geruch irritiert und finden ihre Wirtspflanzen nicht. 

 

SICHTSCHUTZ

Kletternde Arten könne als Sichtschutz verwendet werden, entweder in die Erde gesetzt oder in Schalen und Balkonkästen.

 

Vermehrung:

Die Samen, die bis zum Herbst an der Pflanze reifen und trocknen, hebe ich als Saatgut fürs nächste Jahr auf. Oft findet man auch neben und unter den Pflanzen bereits abgefallene Samenkapseln.

Pflegeaufwand:

Wenn man Verblühtes regelmäßig entfernt, treiben sie vermehrt neue Blüten nach, das muss man aber nicht machen.

Ich säe sie nicht zu früh, da die Pflanzen rasch austreiben und dann bis zum Einsetzen ziemlich langtriebig werden.

Was den Standort betrifft, ist sie nicht so wählerisch, allerdings entwickelt sie sich an jedem Platz anders: Im Vorgarten, der bei uns sehr sonnig und trocken ist, bleibt sie kleiner und hat viele Blüten. Im Blumengarten, der feuchter ist und sie unter anderen Blumen wächst, bildet sie lange Triebe mit sehr großen Blättern und wenigen Blüten aus.

 

Überwinterung:

Beim Ersten Frost ist sie hinüber – das gilt sowohl fürs Frühjahr als auch für den Herbst.

 

Vorteile:

Die Pflanze ist vielseitig einsetzbar.

 

Nachteile:

In trockenen Jahren wird sie von Erdflöhen befallen.