Gurke

Cucumis sativus

 

Gurken gehören mit den Paradeisern unbedingt zum Gartensommer. Die ersten Pflanzen kaufe ich und säe dann noch einige in Töpfen aus, die ich etwas später einsetze. Ich binde sie an Stecken hoch, damit sie nicht so viel Platz wegnehmen, bzw. damit sie nicht auf der Erde liegen und bei nassem Wetter faulen.

 

Verwendung

SPEISEN

Kalte Gurkensuppen sind eine angenehme Erfrischung im Sommer, man kann sie aber auch zu Eintöpfen und Soßen verarbeiten (ich liebe Eintöpfe, das sie schnell gekocht sind).

Am beliebtesten im Sommer ist wohl der Gurkensalat.

Das aus Griechenland kommende Tzatziki wird im Sommer gerne mit Weißbrot gegessen.

Fein geschnitten gebe ich sie in den Kräuteraufstrich. Dabei verstärken ein paar Blätter noch den Gurkengeschmack. 

 

GETRÄNKE

Entkernt kann man sie gut zu Smoothies mischen. 

 

HALTBAR MACHEN

Kleine Früchte oder größere geschnitten werden zum sauer einlegen als Essig-, Senf- oder Salzgurken verwendet. Süß-sauer oder scharf mit Chili schmecken sie ebenfalls.

Wer es mag, kann sie auch für den Winter für Salat einfrieren.

Für den Gurkeneintopf kann man welche einfrieren – dann aber gefroren zu den anderen Zutaten geben.

Als Chutney oder Relish kann man sie haltbar machen. 

 

KOSMETIK

Gurken oder ihr Saft eignen sich gut für erfrischende Gesichtsmasken. 

 

GESCHENKIDEE

Chutney, Relish oder eingelegte Gurken

Wenn man im Sommer zu viele Gurken hat, findet sich immer jemand, der sie einem abnimmt. 

 

GESUNDHEIT

Gurken haben so gut wie keine Kalorien aber viel Flüssigkeit.

Sie wirken entwässernd und sind basisch. 

 

Vermehrung:

Aus überreifen Exemplaren kann man die Kerne herausschälen, abspülen, trocknen und im nächsten Jahr wieder anbauen. Allerdings müssen Sie darauf achten, dass Sie zuvor keinen F1-Hybriden-Samen gekauft haben, dann sonst können die nachgebauten Pflanzen andere Eigenschaften als die ursprünglichen haben.

 

Pflegeaufwand:

Das größte Problem bei der Gurkenkultivierung ist der Befall mit Mehltau. Ein gutes Mittel dagegen ist, Wasser mit Milch zu mischen (auf einen Liter Wasser ca. 1/8 l Milch) und die Pflanzen damit einmal wöchentlich zu spritzen.

 

Überwinterung:

Die Gurken sind nicht frostfest. Wenn also solcher angesagt ist, ist es am besten die letzten Früchte schnell zu ernten und sie an einem kühlen Ort, aber nicht unbedingt im Kühlschrank, aufzubewahren. Sie halten so einige Wochen.

 

Vorteile:

Man hat von Juli bis Oktober stets jede Menge Gurken zu Verfügung, da sie viele Früchte hervorbringen.

 

Nachteile:

Man muss sich schon im die Pflanze kümmern: aufbinden, düngen, pflücken, damit neue Früchte nachwachsen.

Außerdem wird die Gurke gerne von Mehltau befallen – siehe oben.

 

Rezepte:

Gurkeneintopf
Zutaten: 1 Zwiebel, ca. 1 kg Gurken, 2  grüne Paprikaschoten, 15o g  Reis, Salz, Pfeffer, Suppe, 2 -3 Längen Kabanossi, Dill

Man röstet die gehackte Zwiebel in Öl an. Die Paprika werden in kurze Streifen geschnitten, die Gurken mit Schale geviertelt, die Kerne herausgeschabt und in 2 cm dicke Scheiben geschnitten. Man gibt die Paprika, Gurken, Reis, Salz, Pfeffer und Suppe zu den Zwiebeln. Das ganze wird im geschlossenen Topf gekocht, bis der Reis weich ist. Kurz vor Ende der Garzeit gibt man die dünn geschnittenen Kabanossi und das geschnittene Dillkraut dazu. Sie können je nach Geschmack variieren: mehr Reis, mehr Gurken oder mehr Wurst. Wenn Sie nicht nur grüne, sondern auch rote und gelbe Paprikaschoten nehmen, je nach Vorhandensein, wird der Eintopf farbenfroher.

 

Tsatsiki
Zutaten: 1 große Salatgurke, 2 Becher Joghurt, 3 Knoblauchzehen, etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Oregano, Olivenöl

Die Gurke wird geschält und grob geraffelt, die Knoblauchzehen werden zerdrückt. Dann mischt man alle Zutaten zusammen und schmeckt mit den Gewürzen ab. Das Tsatsiki lässt man im Kühlschrank einige Zeit durchziehen. Als Dekoration kann man etwas Dill drüberstreuen. Diese erfrischende Soße wird mit Weißbrot als Vorspeise gereicht oder im Sommer zu Gegrilltem gegessen.

 

Gurkensalat
Für den Gurkensalat wurden die Gurken in meiner Kindheit immer stark gesalzen, um dann das gebildete Wasser (mitsamt den Vitaminen) wegzuschütten. Seit ich selbst einen Haushalt führe, ist das bei uns verpönt. Ich entferne die Schale der Gurke nur teilweise, das heißt, ich schäle eine Länge, lasse eine Länge stehen usw. Das ergibt im Salat ein schönes Bild. Mit einer Reibe schneide ich sie in feine Scheiben. Als Marinade nehme ich Balsamico-Essig und Olivenöl Ich würze mit Salz, etwas Zucker und Knoblauch, als Kräuter verwende ich je nach Vorhandensein etwas Dille, Petersilie, Borretsch, Schnittlauch oder Oregano. Wenn man will, kann man auch Rahm oder Joghurt untermischen.

 

Gurkensoße
Meine Großmutter machte eine Gurkensoße, an die ich mich heute noch gerne erinnere: Dazu schält man 2 kleinere Gurken und schneidet sie blättrig. In heißer Butter werden sie weich gedünstet und mit Mehl gestaubt. Nach dem Aufgießen würzt man mit Salz, eventuell ein wenig Suppenwürze, Rahm und etwas Dill, wenn man ihn mag.

 

Kalte Gurkensuppe
Zutaten: 1 geschälte, entkernte Gurke, 1 mittlere Zwiebel, 1 Becher Rahm oder Sahne, einen Suppenwürfel, Salz und Pfeffer.

Die Zwiebel wird hell angeröstet, danach auch die in Würfel geschnittene Gurke. Dann gießt man mit ½ l Wasser auf, gibt Suppenwürfel und Gewürze dazu. Wenn die Gurkenstücke weich sind, püriert man die Suppe gemeinsam mit Rahm oder Sahne, schmeckt nochmals ab und stellt sie bis zum Essen kalt.

 

Gurkenmaske
Eine kleinere Gurken wird geraspelt und der Saft ausgedrückt. Diesen vermischt man mit ½ Becher Joghurt. Um die Masse fester zu machen, kann man etwas Weizenstärke dazu geben. Diese Creme trägt man auf die Gesichtshaut auf und lässt sie auf der Haut, bis sie getrocknet ist.