Gras

 

Sie werden sich denken: „Was soll das jetzt werden?“ Aber Sie werden gleich sehen – man kann auch dieses auf allerlei Art verwenden.

 

Es gibt verschiedene Arten von „Gras“:

Da ist zuerst einmal der gepflegte Rasen, der jede Menge Arbeit macht: Angefangen vom vertikutieren, düngen, Unkraut chemisch vernichten, Unkraut händisch entfernen bis zum wöchentlichen mähen.

Die nächste Stufe ist der Naturrasen (eine Wortschöpfung der letzten Jahre), in dem alles wachsen darf, wenn es nur grün aussieht. Der macht schon wesentlich weniger Arbeit. Wenn man ihn auch düngt, aber die chemische Keule des Unkrautvernichters entfällt auf jeden Fall. Mit dem Mähen muss man es auch nicht so genau nehmen. Auf einen Tag mehr oder weniger kommt es da nicht an, vor allem, wenn man einen Rasenmähertraktor hat. Wir mähen den großen Teil des Gartens nur alle 2 Wochen und wenn es im Sommer sehr heiß ist, noch seltener.

Das pflegeleichteste Gras wächst in der Wiese. Diese wird zwei Mal im Jahr gemäht. Das erste Mal um Fronleichnam, das zweite Mal Anfang  September. Man sollte darauf achten, die Blumen, die sich darin angesiedelt haben, nicht zu früh zu mähen, damit der Samen ausfallen kann. Wir lassen, wenn nötig, Ecken stehen, damit der Klatschmohn, Margeriten oder Kornblumen ausreifen können. Auch den Natternkopf lasse ich jedes Jahr gerne stehen.

 

Verwendung:

SPEISEN

Die Blätter des Löwenzahnes (siehe auch dort), der im Frühjahr gerne im Naturrasen oder in der Wiese wächst, nehme ich für Salate und  als Beigabe zu Kräuterspinat.

Das gleiche gilt für den Spitzwegerich.

Die Blüten und Blätter der Nachtkerze kann man zu Salaten geben.

Die Gänseblümchenkann man ebenfalls verwenden – siehe dort.

 

GETRÄNKE

Verschiedene Kräuter kann man für Tees verwenden, wie Kornblumen, Klatschmohn, Spitzwegerich.

Ebenso kann man Kräuter in Smoothies mixen. 

 

HALTBAR MACHEN

Die Blütenblätter des Löwenzahns macht man als Sirup haltbar- sieh dort.

Die getrockneten Blütensamen kann man ernten und im nächsten Jahr säen.

Das Heu kann man für den Winter aufbewahren, um damit die Hasen zu füttern. Man kann es aber auch als Einstreumaterial für Hühner oder Kleintiere verwenden.

Getrocknete Gräser ergeben einen schönen, haltbaren Zimmerschmuck. 

 

DEKORATION

Ich pflücke gerne einen schönen Wiesenblumenstrauß, vor allem wenn die Margeriten blühen.

Getrocknete Gräser.

Margeriten und andere Wiesenblüten auf den Tisch gestreut, sind eine kostenlose, reizende Dekoration.

Das Moos, das im Schatten gerne im Rasen wächst, kann man zu Ostern zum Auslegen der Osternester für die Kinder verwenden,

bzw.  die ganze Saison über als  Bodenabdeckung für verschiedene Gestecke. 

 

GESCHENKIDEE

Ein originelles Geschenk ist ein „Wiesenkräutertee“

Löwenzahnsirup

Ein Säckchen Samen für eine Blumenwiese.

Ein frischer Blumenstrauß oder getrocknete Gräser.

Ein selbst gemachtes Heublumenkissen. 

 

GESUNDHEIT

Ein Heublumenkissen fördert den Schlaf.

 

TIERE

Hühner, Hasen, Meerschweinchen und andere Tiere fressen frisches Gras.

Heu brauchen die Hasen im Winter.

Ein Blumentopf verkehrt in einen Baum gehängt und mit Heu gefüllt ist eine Wohnung für Ohrwürmer, die dann für uns die Blattläuse vertilgen.

Ein wenig Heu haben wir auch im Insektenhotel, damit es sich die Ohrwürmer auch dort gemütlich machen können. 

 

 MULCHEN

Die wichtigste Verwendung von Gras ist für mich als Mulchmaterial. Da ich alle kahlen Stellen gerne damit bedecke, erspare ich mir viel Arbeit mit dem Auflockern des Bodens und dem Jäten.

Heu kann man zum Mulchen der Erdbeeren verwenden, damit sie nicht auf der nackten Erde liegen und faulen, bzw. schmutzig werden. 

                       

Pflegeaufwand:

Siehe in der Einleitung.

 

Vorteile:

Der Vorteil des Rasens ist, dass er sehr gepflegt wirkt.

Der Vorteil des Naturrasens ist, dass er, wenn er kurz geschnitten ist, ebenfalls einen guten Eindruck macht, aber einfacher zu pflegen ist.

Der Vorteil der Wiese ist, dass sie wenig Arbeit macht und man immer Neues in ihr entdeckt. Sie ist nicht nur eintönig grün und sie sieht durch die verschiedenen Blumen, die sich ansiedeln oder die man sät, jedes Jahr anderes aus.

 

Nachteile:

Der Nachteil des Rasens ist der enorme Pflegeaufwand.

Der Nachteil des Naturrasens ist, dass er durch die – nennen wir es Beikräuter – gerne in andere Pflanzungen hineinwächst, egal, ob man Kantensteine gesetzt hat oder nicht. Ich denke da zum Beispiel an meinen Freund, den Gundermann oder an das Fingerkraut. Durch das Mähen dieses Rasens und das Mulchen damit bringt man leicht Unkrautsamen in Beete.

Der Nachteil der Wiese ist, dass man geeignetes Mähwerkzeug braucht. Entweder eine Motorsense  - oder Sie beherrschen noch das Mähen von Hand. Ein Balkenmäher kommt ziemlich teuer. Seit wir einen großen Teil des Gartens als Wiese belassen haben, fühlen sich hier Maulwürfe und Wühlmäuse ziemlich wohl. Um diese Population wieder einzudämmen, werden wir den Wiesenanteil nächstes Jahr wieder reduzieren.