Giersch

Aegopodium podagraria

 

Der Giersch gehört zu den Gartenunkräutern, die besonders schwer auszurotten sind. Wenn beim Ausstechen nur ein kleines Wurzelstück im Boden bleibt, wächst es schon weiter. Aber daneben kann man die Pflanze auch in der Küche verarbeiten. Früher wurde die Pflanze extra dafür angebaut, aber das dürfte mittlerweile in Vergessenheit geraten sein.

 

Verwendung:

SPEISEN

Die jungen Blätter kann man geschnitten in Salate, Aufstriche und Kräutersuppen geben.

Ältere Blätter kann man wie Spinat verarbeiten, alleine oder mit anderen Kräutern oder nur als Zugabe zu richtigem Spinat, um die Geschmack zu verbessern. 

 

GETRÄNKE

Zu den derzeit so aktuellen Smoothies kann man einige Blätter mischen.

Da der Giersch ein altbekanntes Heilkraut ist, kann man auch Tee daraus brauen, entweder aus dem frischen Kraut oder aus getrocknetem. 

 

HALTBAR MACHEN

Die Blätter können für Tee oder als Gewürz getrocknet werden.

Für den Winter kann man sie fein geschnitten  einfrieren.

Getrocknet kann man ihn zu Kräutersalzmischungen geben.

Zu Kräuteressig oder –öl kann man einige Blätter geben, zu selbst gemischtem Kräutersalz ebenfalls.

 

GESCHENKIDEE

Getrockneter Tee, Kräuteressig oder –öl und Kräutersalz. 

 

GESUNDHEIT

Er wirkt entwässernd und hilft vor allem gegen Rheuma und Gicht.

Ein Aufguss ins Badewasser erfüllt den gleichen Zweck.

Angeblich mildert eine Kompresse mit Giersch die Schmerzen nach einem Insektenstich.

Er ist reich an Kalium und Vitamin C. 

 

Vermehrung:

Das macht er von alleine.

 

Pflegeaufwand:

Es geht da weniger um die Pflege als vielmehr darum, ihn nicht überhand nehmen zu lassen. Wenn ein Beet stark damit verunkrautet ist, kann man zu einer Radikallösung greifen, alles ausgraben und das Beet eine Saison lang mit schwarzer Folie oder einigen Lagen Pappe belegen, damit die Pflanzen absterben. Darauf gibt man Rindenmulch oder Grasschnitt, damit es besser aussieht.

 

Überwinterung:

Der Giersch wächst bis spät in den Herbst hinein und ist auch im Frühjahr eines der ersten Kräuter, die sich zeigen. Man kann ihn da leicht jäten, da die anderen Pflanzen mit dem Wachstum noch hinten nach sind.

 

Vorteile:

Man hat ein zusätzliches Küchenkraut.

 

Nachteile:

Er kann sehr, sehr lästig werden.