Erdbeeren

Fragaria

 

Was wäre der Garten ohne eigene Erdbeeren? Wenn man die ersten leicht geröteten Früchte findet, dauert es nur mehr ein paar Tage, bis man die ersten – meist noch zu früh – abpflückt. Die Erdbeeren sind dankbare Pflanzen, die man immer wieder selbst vermehren kann, das heißt, sie verursachen nur einmal Kosten.

 

Verwendung:

SPEISEN

Wir machen gerne ein schnelles Dessert draus, indem wir sie mit Joghurt, Rahm, Crème fraiche oder Schlagobers und Zucker mischen. Am besten schmecken sie mir da nur leicht zerdrückt.                          

Zu Kompott mit Rhabarber, der zur gleichen Zeit geerntet wird, werden sie gerne verarbeitet.

Auch in pikanten Salaten finden sie mehr und mehr Verwendung.

  

GETRÄNKE

Wenn man viele Früchte hat, kann man  Saft daraus herstellen.

Likör lässt sich damit ansetzen,

oder ein Bowle für die Party. Besonders apart ist eine Erdbeer-Rosenbowle.

Den Saft der eingelegten Erdbeeren trinke ich gerne mit Wasser verdünnt.

Aus den frischen und den getrockneten Blättern kann man Tee kochen.

Als Milchshake oder Smoothie zubereitet sind sie lecker. 

 

HALTBAR MACHEN

Für den Winter friere ich sie püriert für Desserts oder zur Marmeladebereitung ein.

Einen Teil der Früchte verarbeite ich zu Marmelade. Man kann die Erdbeeren dazu fein pürieren oder Fruchtstücke dabei lassen.

Halbierte, kleinere Früchte kann man im Dörrapparat oder im Rohr bei geringer Hitze trocknen, um sie zu später als süßen, gesunden Snack zu naschen.

Als eingelegte Früchte zu Mehlspeisen wie Kaiserschmarren schmecken sie wunderbar, wenn sie auch nicht danach aussehen. Sie verlieren durch das Einwecken etwas an Farbe und schwimmen im Glas ganz oben (mein Mann sagt, es sieht aus wie eingelegtes Hirn). Aber für jemanden, der gern süß isst, sind sie ein Traum!

Mit den reifen Erdbeeren beginnt die Rumtopfsaison.

Sie lassen sich zu Chutney und Relish verarbeiten.

Die Blätter kann man für Tees trocknen und auch mit anderen Sorten mischen. 

 

 KOSMETIK

Gesichtsmasken aus Erdbeeren mit Topfen oder Honig geben der Haut ein frisches Aussehen. 

 

GESCHENKIDEE

Marmelade, Chutney, Relish, Saft, Tee

oder gleich in Körbchen mit frischen Früchten für jemanden, der keine eigenen hat.

Ableger von Ihren Pflanzen. 

 

SONSTIGES

Die Blätter, die ich nach der Ernte mit der Rasenkantenschere kurz abschneide, lasse ich gleich als Mulchschicht liegen. 

 

Vermehrung:

Diese ist bei den Erdbeeren denkbar einfach. Die Ausläufer, die sich bilden, treiben neue Pflänzchen aus, die Wurzeln schlagen. Diese braucht man nur mehr von der Mutterpflanze trennen und neu einsetzen – entweder in Töpfe oder gleich in die Erde, wenn sie schon groß genug dazu sind.

 

Pflegeaufwand:

Bevor die Früchte reifen, sollte man Mulchmaterial zwischen die Pflanzen geben, damit die Erdbeeren bei Regen nicht zu faulen beginnen bzw. nicht schmutzig werden. Rasenschnitt eignet sich nur bedingt, da die feinen Halme an den Erdbeeren kleben bleiben. Stroh oder Heu wären besser, ich habe auch schon Holzwolle bei kleineren Beeten gesehen.

Die meiste Arbeit macht eigentlich das Entfernen der Ausläufer. Wenn man das nicht macht, hat man bald eine unübersichtliche Fläche beisammen.

 

Überwinterung:

Nach der  Ernte scheide ich die Blätter ab, lasse aber die Herzblätter stehen. Es kommen noch im selben Jahr welche nach, die auch den  Winter über grün sind. 

 

Vorteile:

Die Erdbeeren, die man zu Hause vollreif pflücken kann, sind wesentlich aromatischer, als die weit angekarrten im Geschäft.

 

Nachteile:

Erdbeeren machen mehr Arbeit als andere Beeren, da man einige Male jäten  und die Ausläufer entfernen muss.

Bei Regenwetter faulen die Früchte gerne oder sie bekommen gleich Botrytis, das ist eine Pilzerkrankung, bei der sie auch faulen.

Nicht nur wir Menschen mögen die Erdbeeren, sondern auch die Schnecken und die Amseln – und die sind oft schneller als wir.

 

Rezepte:

Erdbeerkompott
Zum Einlegen vermische ich die Erdbeeren mit Zucker – auf 1 kg Erdbeeren 200 g  – und lasse das ganze einige Stunden  stehen, bis sich Saft gebildet hat. Ich fülle alles ohne zusätzliche Flüssigkeit in Gläser und verschließe sie. Auf die letzte Schiene im Backrohr gebe ich ein Blech mit einem halben Liter Wasser. Darauf kommen die Gläser. Bei 160 Grad Heißluft warte ich, bis die Flüssigkeit zu perln beginnt. Dann schalte ich den Ofen ab und lasse die Gläser noch 20 Minuten im Rohr, bevor ich sie herausnehme.

 

Erdbeer-Rosen-Bowle
Zutaten: 500 g Erdbeeren, 100 g Zucker, 1 Hand voll duftender Rosenblätter, Saft von einer Zitrone, 1 Flasche Sekt 0,7 l, ¼ l Weißwein,  etwas Wasser.

Der Zucker wird mit Wasser gekocht, bis er gelöst ist. Wenn die Flüssigkeit überkühlt ist, gibt man alle Zutaten außer dem Sekt dazu. Man stellt die Bowle etwa 1 Stunde kalt und gießt dann mit dem ebenfalls kalten Sekt auf.

 

Erdbeerknödel
Zutaten: 1 P. Topfen, 70 g griffiges Mehl, 50 g Gries, 50 g zerlassene Butter, 1 Ei, Salz – schöne, große Erdbeeren – 100 g Butter, 100 g Brösel

Aus den Zutaten bereitet man einen Teig. Von diesem schneidet man jeweils ein Stück ab, drückt es etwas auseinander, gibt eine Erdbeere in die Mitte und formt Knödel, die man in leicht gesalzenem Wasser 10 Minuten köcheln lässt. In der Zwischenzeit röstet man die Brösel und den Zucker in der Butter an. Die Knödel werden dann darin gewälzt. Dazu gibt es eine Erdbeersauce aus Erdbeeren, Zucker und etwas Rahm.

Ich friere zu diesem Zweck die Erdbeeren einzeln auf einem Blech ein und gebe sie dann in eine Dose, um diese köstlichen Knödel auch im Winter zubereiten zu können.

 

Charlotte mit Beeren
Zutaten: 250 ml Milch, 2 Dotter, 1 B. Schlagobers, 100 g Kristallzucker, 6 Blatt Gelatine, Zitronensaft, 250 g pürierte Erdbeeren (geht auch mit anderen Beeren), 1 Packung Biskotten, Rum – eine halbrunde Schüssel

Milch und Zucker lässt man aufkochen.  Überkühlt rührt man die Dotter ein. Die Gelatine wird nach Packungsanleitung angerührt und zu der Masse gegeben. Dann gießt man diese durch ein Sieb und lässt sie kalt werden. In der Zwischenzeit schlägt man das Schlagobers und rüht die Beeren und den Zitronensaft unter. Wenn die Milchmasse leicht zu gelieren beginnt, vermischt man beide Massen.

Man gibt etwas von der Creme auf den Boden der Schüssel. Darüber legt man einige in Rum getauchte Biskotten, dann kommen wieder Creme, Biskotten usw, bis alles aufgebraucht ist. Die Charlotte kommt zum Festwerden über Nacht in den Kühlschrank.