Dill

Anethum graveolen

 

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. So ist das auch beim Dill: Manche mögen ihn überhaupt nicht und andere wiederum, so wie wir, lieben ihn heiß.  Daher baue ich ihn auch selbst einige Male im Jahr an, damit ich  immer frisches Kraut zur Verfügung habe, denn die traurigen Büschel im Supermarkt sagen mir nicht zu, und bei unserem Verbrauch kommt der eingefrorene zu teuer.  

                                                           

Verwendung:

SPEISEN

Dillcremesuppe ist eine meiner liebsten Suppen, unter anderem, weil sie schnell gekocht ist – siehe unten

Aber der Dill dient auch zum Würzen von allerlei Gerichten mit Fleisch und Fisch.

Besonders gut passt Dill zu Gurken – er heißt im Volksmund daher auch Gurkenkraut.

In Kräuteraufstriche und in Kräuterbutter gebe ich ein wenig davon. 

 

GETRÄNKE

Aus den Samen kann man Tee bereiten. 

 

HALTBAR MACHEN

Man kann die Blätter  trocknen, dabei verlieren sie aber viel von ihrem Aroma.

Wenn gerade eine größere Menge erntereif ist, friere ich ihn lieber portionsweise in kleinen Bechern für den Winter ein.

Man braucht ihn zum Einlegen von Essiggurken.

Einzelne Zweige kann man mit anderen Kräutern zur Herstellung von Kräuteressig oder –öl verwenden.

Ein Pesto kann man ebenfalls damit herstellen.

Er passt gut in  ein selbst hergestelltes Kräutersalz. 

 

DEKORATION

Wenn man viele Samen geerntet hat, kann man welche zu einer bunten Sommerblumenmischung geben. Die grünen Doldenblüten machen sich gut unter den Blumen. 

 

GESCHENKIDEE

 Die selbst gesammelten Samen,

Pesto oder Kräutersalz. 

 

GESUNDHEIT

Der Tee aus den Samen hilft gegen Blähungen und wirkt schlaffördernd. 

                       

Vermehrung:

Bei der Ernte lasse ich einige Stängel stehen. Ich binde sie auf, damit sie nicht vorzeitig umfallen. Aus den Blüten entwickeln sich die Samen, die ich für das nächste Jahr zum Säen aufbewahre.

 

Pflege:

Wenn sich Blattläuse einstellen sollten, spritze ich sie vorsichtig mit Wasser weg. Wenn das allerdings nichts hilft, rode ich sie und säe neu aus.

 

Überwinterung:

Der Dill ist nicht winterhart, aber meist ist er bis zum Herbst ohnehin abgeerntet.

 

Vorteile:

Er benötigt wenig Platz im Beet.

Man kann mehrere Nachsaaten machen.

 

Rezepte:

Dillkartoffeln
Zutaten: 50 g Fett, 2 EL Mehl, ca. ½ l Milch, 500 g Kartoffeln, etwas Suppe (oder Suppenwürfel), ein Bund Dille, Salz, Pfeffer, Rahm

Für die Dillkartoffeln macht man eine Einmach, gießt mit Milch und Suppe auf, gibt einen Bund fein geschnittene Dille, Salz, Pfeffer und gekochte, geschnittene Kartoffeln dazu. Zum Schluss rührt man einige Esslöffel Rahm ein.

           

Dillcremesuppe
Zutaten: 50 g Fett, 2 EL Mehl, 1 Bund Dille, etwa 1 l Suppe (oder Suppenwürfel), ½ Becher Rahm, 1 Eidotter - Semmelwürfel oder Backerbsen

Ich bereite eine  Einmach, gebe einen Bund geschnittener frischer Dille oder einen kleinen Becher gefrorene hinein. Dazu kommt ein Suppenwürfel, Salz, Pfeffer und  Wasser. Ich lasse alles einige Minuten köcheln. In der Zwischenzeit verquirle ich etwas Rahm, einen Eidotter und etwas Wasser. Dieses Gemisch leere ich in die nicht mehr kochende Suppe. Obenauf streue ich geröstete Semmelwürfel oder Backerbsen.