Calamondin-Orange / Kumquat

Citrofortunella mitris  /  Fortunella

 

Diese Citrus-Gewächse werden in Gartencentern recht häufig angeboten. Da wir eine große Pflanzenvielfalt lieben, mussten wir natürlich auch je ein Exemplar davon erstehen. Die kleinen Früchte sehen nett aus und die Blüten duften im Wintergarten herrlich süß und man kann sie – man glaubt es kaum - vielfältig  verwenden.

 

Verwendung:

SPEISEN

Wenn man es gerne sauer mag, kann man die Früchte der Orange schälen und essen (uns sagt das nicht zu, aber unsere kleine Nichte konnte gar nicht genug davon bekommen). Bei den Kumquat kann man die Schale mitessen, sie ist  süßer als die Frucht

In Salate kann man sie als Hingucker mischen, wie zum Beispiel in einen Vogerlsalat.

Die Blätter aller Zitrusgewächse kann man wie Zitronengras zur Geschmackverbesserung mitkochen und sie vor dem Essen entfernen.

 

GETRÄNKE

Die etwas zerschnittenen Früchte und die Schale gebe ich zum Tee, ebenso wie einige Blüten, wenn viele am Bäumchen sind.

Wenn man genug Früchte hat, kann man mit Korn oder Weingeist einen exquisiten Likör herstellen.

In eine Früchtebowle kann man die geschnittenen Spalten geben. 

 

HALTBAR MACHEN

Wenn genug Früchte vorhanden sind, pflücke ich einen Teil und mache unter Beifügung einer normalen Orange eine kleine Menge Marmelade – das ist ein wahrer Leckerbissen oder auch ein schönes Geschenk – siehe unten.

Die Schale kann man trocknen (mache ich auf dem Kachelofen oder auf dem Heizkörper) und zu Teemischungen geben.

Fein gerieben verwende ich die Schalen zum Aromatisieren von Kuchen etc.

Die Kumquat schmeckt getrocknet wesentlich süßer als frisch.

Die geschnittenen Früchte kann man in den Rumtopf geben. Besonders lecker ist einer mit verschiedenen exotischen Früchten wie Kiwi, Ananas, Kumquat und Mango.

Eine kleine Menge Chutney oder Relish kann man herstellen. 

 

DEKORATION

In Scheiben geschnitten trockne ich sie als zierliche Dekoration für Weihnachten für den Adventkranz oder für Gestecke.

Die immergrünen Blätter eignen sich in der kalten Jahreszeit, wo es nicht viel Grünes gibt, gut zur Dekoration. Ich gebe z.B. eine abgefallene Kamelie mit einigen Zweigen der Orange in eine Wasserschale. 

 

GESCHENKIDEE

Gerade Mitbringsel von solchen exotischen Früchten, die nicht jeder hat, sind allseits beliebt, wie etwas ein kleines Fläschchen selbst hergestellter Orangenlikör, ein Gläschen Marmelade oder eine Kostprobe vom Chutney oder Relish.

Aber Sie können auch kleine Pflanzen weitergeben, die Sie selbst gezogen haben. 

 

Vermehrung:

Die Pflanzen können durch Stecklinge vermehrt werden, wie die Zitrone – siehe dort.

 

Pflegeaufwand:

Sie werden wie alle anderen Kübelpflanzen behandelt, allerdings soll man nicht zu viel gießen und im Winter wollen sie noch weniger Wasser.

Alle Citrus-Gewächse wollen eine saure Erde, das heißt natürlich, dass sie auch kein kalkhaltiges Wasser mögen. Im Winter geben wir, wenn vorhanden, Schnee in Kübel, um kalkarmes Wasser zu erzeugen.

Zum Umsetzen alle zwei Jahre verwenden wir Citrus-Erde aus dem Handel – das ist ein etwas kostspieliges Unterfangen.

Im Sommer sollten sie sonnig und geschützt stehen, am besten an einer Wand nach Süden. - Das alles hört sich jetzt  nach mehr Aufwand an, als es wirklich ist.

 

Überwinterung:

Die Pflanze muss vor dem ersten Frost ins Winterquartier, das idealerweise über 10 Grad haben und hell sein soll.

 

Vorteile:

Die Pflanzen werden nicht so groß wie ein Zitronenbäumchen und wachsen von Haus aus buschig, machen also wenig Schnittarbeit.

 

Nachteile:

Als Nachteil empfinde ich die Frostanfälligkeit. Da ich alle Topfpflanzen gerne lange im Freien lasse, muss ich im Herbst das Wetter gut beobachten, damit mir empfindliche Pflanzen - wie eben auch die Orangen -  nicht erfrieren. 

 

Rezept:

Orangenmarmelade
Mein Marmelade-Rezept: (laut EU ist das wirklich eine Marmelade!): Dazu nehme ich eine normale Orange und so viele Calamondin-Orangen und Kumquat, als ich an den Sträuchern entbehren will, schäle sie und schneide sie klein. Ich gebe auch einige in Streifen geschnittene Schalen dazu. Ich wiege die Masse und gebe die notwendige Menge Gelierzucker 1:1 oder 1:2 dazu und bereite die Marmelade nach Anweisung auf der Packung. Natürlich kann man die Marmelade nach Geschmack noch mit Zimt und/oder Nelken verbessern. Heuer habe ich statt der Orange Äpfel genommen. Eine andere Sorte habe ich mit Erdbeeren hergestellt.