Birnen

Pyrus

                       

Insgesamt haben wir drei Birnbäume über den Obstgarten verteilt. Zwei davon sind Winterbirnen, die im Oktober gepflückt werden und dann im ehemaligen Stall gelagert werden bis sie von November bis Jänner essreif sind. Da dann auf einmal viele Birnen gleichzeitig gelb werden, nehme ich einen Teil davon rechtzeitig, das heißt, wenn sie noch halbwegs fest sind, und lege sie ein. Der dritte Baum ist eine frühere Sorte (Claps Liebling), die man vom Baum essen  oder kurz lagern kann.

 

Verwendung:

SPEISEN

Alleine oder gemeinsam mit Äpfeln kann man sie für Strudel oder Kompott (Quabi-Kompott siehe unter Quitten) verwenden

Als Belag für Kuchen und Torten sind sie gut geeignet. Man sollte sie aber kurz in Zitronenwasser geben, damit sie nicht braun werden.

Halbiert, gedünstet und mit Preiselbeeren oder mit einer säuerlichen Marmelade gefüllt, passen sie gut zu Wildgerichten. 

 

GETRÄNKE

Wenn man genug weiche Birnen hat, kann man  Saft herstellen. Am besten mit einer Saftzentrifuge.

Mit Zucker und Alkohol kann man einen Likör ansetzen oder  - wenn man die entsprechende Anlage hat - Schnaps brennen. 

 

HALTBAR MACHEN

Zum Dörren verwendet man sie am besten ungeschält, entweder in Scheiben geschnitten, oder nur halbiert und entkernt. Dazu eignen sich aber am besten die Straßenbirnen, die man manchmal noch sieht. Sie sind zum Essen viel zu bitter, aber die getrockneten Früchte sind ideal für Kletzen- und Früchtebrot.

Zum Einlegen als Kompott - die Sommerbirnen mische ich, in Würfel geschnitten, mit anderem Obst, das gleichzeitig wächst, wie Brombeeren, Kriecherl etc.

Aber auch pikant in Essig kann man sie konservieren.

Sie eignen sich zum Marmelade kochen - auch gemeinsam mit anderen Früchten.

Birnen gehören mit in den Rumtopf.

In verschiedenen Chutney- und Relish-Rezepten finden sie Verwendung. 

 

GESCHENKIDEE

Die reifen Früchte, Marmelade, Chutney, Relish, Saft oder Likör. 

 

TIERE

Wurmige oder im Winter aussortierte Früchte  sind sie ein gutes Futter für die Hühner. 

 

Pflegeaufwand:

Im zeitigen Frühjahr schneiden wir die Bäume etwas zurück. Sie wachsen ohnehin nicht so stark wie Apfelbäume.

 

Überwinterung:

Die Bäume sind frosthart, die Früchte nicht.

 

Vorteile:

Man hat im Winter nicht immer nur Äpfel zur Verfügung.

 

Nachteile:

Wenn man Winterbirnbäume einsetzt, braucht man, genau so wie bei Winteräpfeln, einen geeigneten Lagerraum, da sonst die ganze Mühe umsonst ist. Dieser Raum sollte kalt, etwas über O Grad, aber  frostsicher sein und eine hohe Luftfeuchtigkeit haben. Das ist meistens in alten Ställen und Kammern der Fall.

Ein Problem haben wir mit allen drei Birnbäumen: Das Holz ist weniger elastisch als das der Apfelbäume. Daher neigen die Äste bei starkem Behang zum Abbrechen. Letztes Jahr hingen so viele Birnen an den Bäumen dass wir mit dem Unterstellen von Stützen gar nicht nachkamen und trotzdem brachen einige Äste.

 

Rezepte:

Birnen im Schlafrock
Zutaten: Pro Person 1 Birne, 1 Zimtstange, einige Nelken, Zucker, rote Marmelade, 1 Packung Puddingpulver Schokoladegeschmack

Die Birnen werden geschält, halbiert, das Kerngehäuse entfernt, mit Zimtstange, Nelken und Zucker nicht zu weich gedünstet und kalt gestellt. In die Aushöhlung gibt man einen Löffel Marmelade und legt sie paarweise mit der Aushöhlung nach unten auf Dessertteller. Ein Schokoladepudding wird zubereitet und noch heiß über die Birnen verteilt.

 

Grießauflauf mit Birnen
Zutaten: 700 ml Milch, 100 g Grieß, 50 g Zucker, Vanillezucker; 50 g Butter, 50 g Zucker, 2 Eier; 500 g Birnen, Zitronensaft; Nüsse

Aus der Milch, dem Grieß, dem Zucker und dem Vanillezucker kocht man einen dicken Grießbrei. Diesen lässt man auskühlen. Die Birnen werden geschält und in Spalten geschnitten. Eine Auflaufform wird gebuttert. Die Hälfte des Grießbreies kommt in die Form. Darüber gibt man die Birnen, dann kommt der Rest des Breies. Darüber streut man gehackte Nüsse. Im Rohr wird der Auflauf gebacken, bis er eine schöne Farbe hat. Als Beilage kann man Himbeersaft geben.