Essbare Blüten

 

Seit ein paar Jahren gibt es einen neuen Trend im Garten, der allerdings so neu gar nicht ist: Kochen und Dekorieren mit Blüten. Schon im Altertum verwendeten die Griechen und Römer Blüten zum Kochen und auch im Mittelalter und im Barock verarbeitete man Blüten zu schmackhaften Gerichten und dekorierte die Speisen mit ihnen. In der neueren Zeit gerieten diese Zubereitungsarten mehr und mehr in Vergessenheit, um nun umso intensiver wieder zum Vorschein zu kommen. 

Da ich beim Kochen gerne experimentiere, bin ich auf diesen Zug natürlich sofort aufgesprungen. Angefangen haben wir mit Schnittlauchblüten, da kann ja nicht viel passieren. Auf Butter- oder Schmalzbrot dick gestreut, schmeckt das im Frühjahr traumhaft. Danach probierten wir es mit Borretschblüten und Gänseblümchen auf dem Salat, jetzt sind wir schon mutiger geworden und erfreuen uns an der Vielfalt der Möglichkeiten:

                       

Weithin bekannt sind ja die Holler- und Akazienkrapfen, wo die Blüten der betreffenden Bäume in Palatschinkenteig getaucht ausgebacken werden, 

ebenso wie die Blüten der Zucchini, diese kann man aber auch pikant füllen.

 

 

 

  

 

 

Die Blütenblätter von Dahlien und Taglilien schmecken knackig und peppen einen Sommersalat erst so richtig auf – versuchen Sie es einmal.

 

 

 

 

 

 

Die blauen Blüten vom Borretsch sind ein Highlight auf jedem grünen Salat,

 

 

 

  

ebenso wie Gänseblümchen und Blüten der Kapuzinerkresse. Die Blüten der Nachtkerze kann man ebenso wie deren Blätter in Salaten bzw. als Dekoration derselben verwenden. Auch die Blüten von Fuchsie, Indianernessel, Löwenmäulchen und Kosmee sind genießbar.

Viele Blüten kann man trocknen und als Tee einzeln oder gemischt aufbrühen: Duftveilchen, Stockrosen, Rosen, Kornblumen, Ringelblumen, Löwenzahn, Frauenmantel, Blüten von Orangen, Königskerze, Lavendel, Primeln, Äpfel, Pfirsiche, Kirschen, Löwenzahn, Nachtkerze, Berg-Flockenblume, Rotklee, Indianernessel und Schafgarbe um nur einige zu nennen. Ich verwende sie frisch oder getrocknet, je nach Jahreszeit und gebe sie nach Lust und Laune zu Teemischungen mit Blättern von Zitronenmelisse, Minze und anderem. 

 

Die Blüten aller Lauchgewächse kann man essen, nicht nur die des Schnittlauchs. So haben Sie im Frühjahr weiße Blüten vom Bärlauch, später lilafarbene vom Schnittauch, gelbe, weiße und lilafarbene vom Zierlauch, eventuell noch welche von der Winterheckenzwiebel und von ausgewachsenen Zwiebeln, die allesamt gut auf Salate und Brote passen.

 

 

 

 

 

 

Die Blüten aller Kräuter sind natürlich auch essbar und können mit verwendet werde. Hier eine Auflistung zu Appetitanregung: Salbei, Ysop, Thymian, Majoran, alle Arten von Minze, Bärlauch, Schnittlauch, Rosmarin, Zitronenmelisse.

Pikant-säuerlich schmecken die Blätter der Knollenbegonie.