Dekorationen aus dem Garten

 

Ich schmücke Eingang und Wohnung gerne zur Jahreszeit passend und verwende dazu fast nur Materialien, die bei mir im Garten oder in der Natur wachsen – nicht weil ich sparen will, das ist halt einfach ein Spleen von mir.

 

 

Blumensträuße: 
Schon mit einigen Blumen erreicht man eine tolle Wirkung.

 

 

       

 

 

Die Blüten der Bougainvillea, die im Herbst im Garten bzw. später im Wintergarten in rauen Mengen abfallen, trockne ich. Sie geben eine wunderbare Tischdekoration ab. Schöne Teegläser fülle ich damit, oder ich streue sie in Geschenkkörbe.

Von den bizarren Trieben schneide ich einige für Herbstgestecke ab, da man sie im Frühjahr ohnehin schneiden muss. 

 

 

Die orangefarbenen Fruchtstände der Lampionblume sind ein Hingucker in allen Trockensträußen. Die einzelnen Kapseln machen sich auch gut in Schalen mit anderen Herbst-Dekorationen wie Kürbissen, Quitten, Kastanien, Nüssen, Blütenblättern, etc. Sie wachsen bei uns unter den Birken am Rand des Wildgartens, wo sie sich ausbreiten können, denn die Pflanze treibt gerne Ausläufer. Wenn Sie sie im Garten einsetzen wollen, sollten sie das mit einer Wurzelsperre machen.  

 

 

 

Die Ähren verschiedener Gräser (wir haben ein Lampenputzergras - Pennisetum und ein Chinaschilf  - Miscanthus) kann man in frische und auch in getrocknete Blumensträuße binden. Für Trockensträuße sollte man sie mit Haarspray einsprühen, da sie sonst stark  aussamen und Mist machen. Die Ähren des Chinaschilfes sprühe ich mit ein wenig Goldlack ein und gebe sie zu Weihnachtsgestecken.

 

 

Die Fruchtstände des Katzenschwanzes lassen sich gut in frischen oder getrockneten Blumensträußen verarbeiten. Wenn man sie länger haltbar machen will, sollte man sie ebenfalls mit Haarspray einsprühen, dadurch verlieren sie nicht so schnell die Samen und die Farbe.

 

 

 

Die Mondviole oder der Judassilberling, wie die Pflanze bei uns genannt wird, eignet sich ebenfalls für verschiedene Dekorationen. Ich gebe die Zweige der Pflanze am liebsten alleine in eine Vase, weil sie da ihre Wirkung am besten entfalten können. Die Pflanze sät sich leicht selbst aus. Was ich kultivieren will, lasse ich stehen, das andere jäte ich. 

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inige Blüten der gelben Schafgarbe schneide ich zum Trocknen. Man kann sie gleich in eine Vase stellen, sie fallen nicht um, da sie ziemlich robuste Stängel haben. Zusammen mit Schleierkraut  ergeben sie einen schönen Trockenstrauß. Aber auch mit anderen Blumen kann man sie mischen.

 

 

Die schwarzen Samenstände des rosa und des gelben Sonnenhutes sind schöne Kontraste in Trockensträußen.

Die verblühten Rispen der Astilbe kann man natur oder vergoldet in Sträußen verwenden.

 

 

Die verdrehten Zweige der Korkenzieherhasel verwende ich ebenfalls für Weihnachtsgestecke. Ich gebe sie in ein großes Glas und behänge sie mit goldenen Kugeln. Foto siehe im Pflanzenteil. Ebenso passen sie gut in Frühjahrsgestecke mit Schneeglöckchen, Tulpen oder Narzissen.

 

 

 

 

Buchszweige brauche ich zu jeder Jahreszeit zum Dekorieren: Im Frühjahr zum Osterbaum, früher gaben wir sie zu den Palmbuschen, die die Kinder trugen. Zu Weihnachten gebe ich sie zu Gestecken und zum Adventkranz und zu den Barbarazweigen.

Ebenso wie den Buchs verwende ich  die Thujenzweige.

Den Wacholder braucht man ebenfalls für Palmbuschen. Für Kränze und Gestecke ist er auch geeignet.

Den Efeu nehme ich nur für Gestecke, die ins Wasser kommen, da er, wenn er dürr wird, unansehnlich ist.

Vom Kirschlorbeer verwende ich  Zweige für Gestecke, ebenso von der Eibe. 

Besonders gerne habe ich die Blüten der Hortensien. Wenn sie fast verblüht sind, schneide ich welche ab und hänge sie verkehrt zum Trocknen auf. Ich gebe sie zu Herbstgestecken und mit etwas Goldspray besprüht peppen sie Weihnachtsgestecke auf. Nach Weihnachten habe ich einige dieser Blütenbüschel in den Wohnzimmerkasten gelegt, wo sie mit den anderen Golddekors der Ziergegenstände gut harmonieren. 

 

Die gelben Blüten des Frauenmantels trockne ich ebenfalls für gemischte Sträuße oder als Beigabe zu Rosenbouquets.

 

 

 

 

 

Die Kapseln des Ballonweins winde ich um frische Blumensträuße oder lege sie um Herbstdekorationen.

Disteln und die Fruchtstände der Wilden Karde eignen sich ebenfalls gut für Herbst- und Weihnachtsgestecke.

Strandflieder (Limonium) eignet sich getrocknet als Beiwerk zu verschiedenen Trockenblumen wie Rosen.

Wenn wir schon bei Rosen sind: diese kann man natürlich auch schneiden und verkehrt zum Trocknen aufhängen um einfärbige oder gemischte Sträuße zu bekommen. Allerdings verblassen die Rosen sehr schnell. Man kann die Rosen auch mit Salz oder Silica-Gel trocken, dabei behalten sie die Farben.

Getrocknete Blätter der Rosen ergeben, gemischt mit anderen ein gut duftendes Potpourri.

Hagebuttenzweige gebe ich zu Trockengestecken – aber Achtung, sie stechen ziemlich. Wenn ich die einzelnen Früchte als Dekoration verwende, tauche ich sie in flüssiges Wachs. So halten sie länger und werden nicht runzelig.

Tannenzapfen, die wir bei Spaziergängen sammeln, kommen zu Gestecken, in Dekoschalen oder vergoldet auf den Christbaum.

Getrocknete Schoten der Feuerbohnen eignen sich gut für Herbstdekorationen.

Noch schöner sind allerdings Schoten der Gleditschie, die wir bei einem Spaziergang gefunden haben und die ich schon drei Jahre lang immer wieder aufhebe. Mittlerweile habe ich aus dem Samen einer Schote einen Baum angebaut, der ist aber noch recht klein. 

 

 

Die Mahonie schmückt mit ihren schönen Blättern ebenfalls Adventkranz und andere Gestecke. Ich verwende sie sehr gerne, da man mit ihren großen Blättern Lücken gut verdecken kann.

 

 

 

 

 

 

 

Die Zweige vom Ilex lassen sich ebenso verwenden.

Vom sibirischen Hartriegel nehme ich die kahlen roten Äste zu den Barbarazweigen und für Gestecke.

 

 

Zweige von Kumquat oder Calamondin-Orange – mit Blüten oder Früchten - verwende ich im Winter als Tischschmuck in kleinen Vasen.

 

 

 

 

 

 

Quitten stelle ich nach der Ernte in einer Schale auf den Tisch. Sie verströmen einen angenehmen Duft.

 

 

 

 

 

 

Zierürbisse kommen in Körbchen auf den Tisch und zum Eingang. Riesenkürbisse kommen auf die Eingangsstiege.

 

 

 

 

 

Nüsse und Kastanien ergeben mit anderen Zutaten ebenfalls eine stilvolle Herbstdekoration.

 

Lavendel macht sich gut, wenn man viele Stängel mit einer schönen Masche zusammenbindet und in die Vase stellt (ohne Wasser) oder an eine passende Stelle legt.

 

 

 

 

Unsere Tochter hat als Dekospezialistin abgefallene Blätter vom Ahorn als Umrahmung einer Kerze in eine Schale gegeben. Nach dem ersten Hinsehen musste ich nachfragen, was denn das sei, das die Kerze so schön filigran umrahme.

 

 

 

Im Advent schneide ich die kleinen Calamondin-Orangen in Scheiben und trockne sie bei geringer Hitze im Backrohr. Ist Ihnen schon aufgefallen, dass man um den Preis, den man für ein kleines Sackerl getrockneter Orangenscheiben ein ganzes Kilo frischer Früchte kaufen kann, von denen man dann eine trocknen und noch etliche andere essen kann?

Natürlich braucht man um die Weihnachtszeit viel Tannenreisig. Neben einer großen Silberfichte habe ich in den letzten Jahren einige kleine Koniferen eingesetzt, damit ich dieses Deko-Material aus dem eigenen Garten nehmen kann. Gut eignen sich dazu kleine Christbäume, die man vor Weihnachten im Topf zu kaufen bekommt. 

Da ich gerne fotografiere, halte ich besondere Garteneindrücke und hübsche Pflanzen gern bildlich fest. Fotos die mir zusagen, lasse ich in größerem Format ausarbeiten und gestalte damit meine Zimmer: Den Kellerabgang hinunter hängen „5 Jahreszeiten“, im Wohnzimmer habe ich einen länglichen Bilderrahmen mit allerlei Rosenimpressionen aus dem Garten in eine ungenutzte Ecke gehängt. Im Gästezimmer sind Blumenfotos angebracht und am Gang finden sich auch allerlei Fotokunstwerke.