• Essbares aus der Natur

 

Nicht nur der Garten bietet eine Vielfalt, die wir nutzen können, sondern auch in der näheren Umgebung finden wir allerlei,  das wir verwenden können. Natürlich  soll man in der Natur nicht alles mit Stumpf und Stiel ausreißen, was man findet, sondern mit Rücksicht vorgehen, damit sich die Pflanzen regenerieren können, bzw., damit auch andere etwas davon ernten können. Für Gewächse, die lila geschrieben sind, finden sie Verwendungsvorschläge im Pflanzenteil. Einige Anregungen:

 

Akazie – Robinie

Akazien findet man häufig an Waldrändern oder in wild wachsenden Baumgruppen. Im Frühling sind übersäht mit weißen Blütendolden, die man  für verschiedene Leckereien verwenden kann. Man kann die Blüten in Palatschinkenteig tauchen und wie Holunderkrapfen ausbacken, was mir persönlich besser schmeckt als der Holunder.

Mit Wein/Mineralwasser oder mit Sekt, mit Erdbeeren und Akazienblüten kann man eine Bowle ansetzen.

Aus den Blüten kann man einen Sirup herstellen, der mit Wasser verdünnt, ein erfrischendes Getränk ergibt.

 

Birke

Wenn Sie selbst keine Birken im Garten haben, können Sie Blätter von Birken in Windschutzgürteln oder ähnlichen Anlagen pflücken. Die jungen Blätter eignen sich frisch oder getrocknet zur Zubereitung  von Tee. Die dünnen Äste kann man gut für Bastelarbeiten, wie diesen Kranz verwenden. Die Rinde von gefällten Bäumen ist ebenfalls ein gutes Bastelmaterial.

 

Bärlauch

Wer wie wir in der Nähe eines Auwaldes wohnt, findet dort im März und April große, mit Bärlauch bewachsene Stellen, die sich zum Pflücken anbieten.

 

Beinwell

Die Blätter des Beinwells findet man oft an Wegrändern, wo man einige mitnehmen kann.

 

Brennnesseln

Auf ungepflegten Plätzen findet man sie en masse und Sie können sich jede Menge davon mitnehmen – es wird niemanden stören

 

Gänseblümchen

Wenn Sie diese zufällig nicht im Garten haben, finden Sie sie ebenfalls in der freien Natur.

 

Giersch

Der Giersch findet sich ebenso wie etwa die Brennnesseln an verwilderten Stellen in der Natur. Aber passen Sie auf, dass sie keine wilde Petersilie erwischen, die sieht so ähnlich aus, ist aber giftig.

 

Hagebutten

In Windschutzgürteln oder sonstigen naturnahen Pflanzungen findet man im Herbst oft Hagebutten, von denen man sich einige Triebe abschneiden kann, wenn man selbst keine zu Hause hat.

 

Haselnüsse

Oft sieht man sie am Waldrand. Sie müssen aber schneller sein als die Eichhörnchen.

 

Holunder

Den findet man auch an Waldrändern oder an verwilderten Plätzen.

 

Kornelkirsche

Diese findet man in eingesetzten Hecken auf öffentlichem Gut, da sie sich leicht schneiden lassen.

 

Linden

Die Blüten verwendet man für den bekannten Tee, der vor allem bei fiebrigen Erkältungen getrunken wird.

 

Löwenzahn

Da will ich weiter nichts dazu sagen. Da weiß sicherlich jeder, wo er ihn finden kann.

 

Pilze

Wer gerne Pilze isst, hat sich sicherlich schon kundig gemacht, welche er bei sich in der Umgebung pflücken kann. Wir haben bei uns in der Au im Frühjahr eine besondere Spezialität, und zwar sind das die Morcheln. Wenn das Frühjahr genügend feucht ist, findet man sie an bestimmten Plätzen.

Danben gibt es noch einen weiteren Pilz, der weniger bekannt, aber ebenfalls essbar ist, das ist der Morchelbecherling. Im Herbst finden wir auf verschiedenen Grasflächen die Schopftintlinge, die uns ganz alleine bleiben, da sich sonst niemand getraut, sie zu essen. Auf gedüngten Wiesen wachsen manchmal Champignons. Fast alle Baumpilze sind essbar. Manchmal machen wir einen Ausflug um Eierschwammerl, Herrenpilze oder Parasolpilze zu sammeln. Pilze sollten Sie allerdings nur sammeln und essen, wenn Sie sich ganz sicher sind, dass es sich um essbare  handelt! Außerdem sollten Sie die Pflückbestimmungen der jeweiligen Gegend beachten, sonst kann es teuer werden. Einige Tipps, wie sie die Pilze leicht verarbeiten können:

Am beliebtesten sind sie wohl in einer Soße.

In gebundene Suppen kann man sie geschnitten geben.

Wenn wir nur wenige Exemplare finden, rösten wir Zwiebeln an, geben die geschnittenen Pilze dazu,  lassen sie  ein wenig anbraten und  mischen versprudelte Eier dazu.

In Soßen von Fleisch (Naturschnitzel) gebe ich sie gerne.

Einfrieren kann man sie geschnitten oder als ganzes.

Die meisten Sorten kann mach auch trocknen.

Morcheln oder Parasolpilze  schmecken am besten  mit Mehl, Ei und Bröseln die Schnitzel paniert.

 

Schlehen

Schlehen findet man oft am Waldrand.

 

Spitzwegerich

Diesen findet man leicht am Wegrand und auf Wiesen.

 

Straßenbirnen

An Landstraßen findet man oft ganze Alleen mit diesen Bäumen. Die Birnen sehen appetitlich aus, sind aber roh nicht zu essen, da sie unheimlich bitter sind. Aber gedörrt kann man sie gut zu Kletzenbrot verbacken und zu Trockenfrüchten geben. Auch Most kann man daraus herstellen.

 

 

Blumen

Schneeglöckchen sind zwar geschützt, doch einen kleinen Bund für den Eigengebrauch darf man pflücken – zumal bei uns in der Umgebung im Frühjahr alle Auen ganz weiß sind davon. Gleich danach kommen die Schlüsselblumen und Anfang Mai die Maiglöckchen, die einen unnachahmlichen Duft verströmen.

Wenn wir im Sommer spazieren gehen, pflücken wir am Wegesrand gerne verschiedene Gräser und einige Blumen für einen schönen Sommerstrauß. Latschen Sie dazu aber nicht mitten in Wiesen hinein und trampeln  das Gras nieder. Das macht den Besitzern keine Freude.

 

Tannenzapfen

Verschiedene Tannenzapfen für die Weihnachtsdekoration findet man beim Spaziergang im Wald.

 

Baumrinde

Beim Spaziergang in der Au findet man leicht kleinere Rindenstücke als Dekoration für Gestecke.

 

Für Tees

findet man Kornblumen, Kamille, Königskerze, Malven, Birkenblätter, Brennnesseln, Hagebutten, Schafgarbe, Birkenblätter, Lindenblüten, Primelblüten.