Stauden und Blumen selbst vermehren

 

Wenn schon das Vermehren von Bäumen und Sträucher meist kein Problem macht, ist es bei den Blumen noch einfacher:

                       

Viele Blumen kann man durch  Samen vermehren.

Am einfachsten geht es bei denen, die den Samen auf die Erde fallen lassen und sich dadurch selbst vermehren. Das funktioniert beispielsweise bei der Mondviole, Disteln, Wilder Karde, Ringelblume, Tagetes,  Astern, Myrrhenkraut, Rittersporn, Steinnelken, Euphorbien. Das kann allerdings auch lästig werden, wie Sie im Laufe des Lesens dieses Buchen feststellen werden.

 

Das Hornkraut links habe ich eingesetzt, das rechte hat sich dort von alleine angesiedelt.

  

Den Borretsch im Kräuterbeet säe ich nicht an, sondern warte, bis er von alleine und reichlich aufgeht und lasse die Pflanzen stehen, die ich benötige. 

 

Bei anderen Arten ernte ich die Samen ernten und säe sie Frühjahr aus. Das können Sie bei den oben genannten machen und weiters bei: Ziermohn, Zinnien, Malven, Kapuzinerkresse, Jungfer im Grünen, Cleome.

 

Cleome (Spinnenpflanze)

 

 

 

  

Bei Zwiebelblumen wie Tulpen, Narzissen, Krokussen etc. habe ich verschiedene Verfahren zum Vermehren entwickelt: 

Ich lasse alle Zwiebelblumen in der Erde. Wenn die Horste dann nach einigen Jahren zu üppig werden, nehme ich sie heraus und setze sie weiter auseinander. Diejenigen, die übrig bleiben setze ich an anderen Stellen ein, und zwar gleich nach dem Abblühen, dann wer weiß im Herbst noch, wo er gerne Tulpen hätte.

Bei dieser Arbeit fallen auch jede Menge kleine und kleinste Zwiebelchen an, manche gerade Mal so groß wie ein Fingernagel. Damit startete ich einen Versuch. In drei Reihen säte ich sie in die Erde. Gleich im nächsten Jahr hatten die größeren davon Blüten. Jetzt, nach einigen Jahren, habe ich neben dem Gemüsegarten ein Tulpenbeet mit Schnittblumen für die Vase. 

Die meisten Stauden kann, bzw. soll man nach einigen Jahren teilen, damit sie nicht von innen heraus verkahlen. Dabei gewinnt man jede Menge neuer Pflanzen. 

Sehr einfach geht das bei den verschiedenen Storchenschnabelarten, die sich aber auch über Samen selbst vermehren. 

Katzenminze kann man ebenfalls problemlos auseinander stechen, aber auch sie vermehrt sich durch Samen, wenn man die Blütenstände länger an der Pflanze lässt. 

Das Seifenkraut sät sich selbst aus und man kann die Pflänzchen an passende Stellen setzen. 

Die Perovskia, die ich gerne in die Nähe von Rosen setze, da die blauen Blüten zu allen Rosenfarben gut passen, sät sich aus und man findet die Sämlinge beim Jäten. 

Größere Funkienstöcke kann man im Herbst oder im Frühjahr leicht teilen und so jede Menge neuer Stöcke gewinnen, ebenso von der Bergenie. 

Leicht kann man vom Sonnenhut Teile wegstechen, ebenso vom Tränenden Herz und von den Herbstastern.

 

 

 

 

Von den Christrosen habe ich schon jede Menge Sämlinge gewonnen: 

 

 

 

 

Aus einer Staude Frauenmantel, die ich versuchsweise am Grab eingesetzt hatte und die mir da nicht gefiel, machte ich 7 neue Pflanzen, aber auch dies Pflanze vermehrt sich über Samen, wenn man die Blütenstände nicht zu früh abschneidet. 

Das waren nur einige Beispiele um Ihnen zu zeigen, wie Sie selbst ohne Kosten Ihre Pflanzen vermehren können. Wir haben ein Eisenregal gekauft, auf dem wir die Pflanzen heranziehen. Im Sommer steht es im Garten auf der Ostseite an der Hausmauer, damit die zarten Gewächse nicht zu viel Sonne abbekommen. Im Winter kommen die winterharten Pflanzen geschützt unter Stauden auf den Boden und werden mit Laub bedeckt. Die nicht winterharten kommen mitsamt dem Regal in den Wintergarten, wo ich dann ab Februar auch gleich die neuen Gemüsepflanzen vorziehe:

        

Oft gehen Pflanzen auf, die mir dort, wo sie stehen, gleich gut gefallen, wenn der Standort auch etwas ausgefallen ist, und ich lasse sie an Ort und Stelle. Wenn nicht, werden sie eben umgesetzt.