Ernten und  jäten – oder jäten und ernten?

 

Die meiste Arbeit im Garten macht – da werden Sie mir Recht geben – das Jäten. Aber mit ein wenig Erfindungsgeist kann man sich diese Arbeit einfacher machen. Hier einige Beispiele: 

  • Wenn ich Senfkresse für Aufstriche ernte, nehme ich die Blätter nicht  nur von der Hauptpflanze, sondern reiße gleich alle neu aufgegangenen Triebe dafür aus, die sich oft über das halbe Kräuterbeet verteilen.

  • Mit dem Borretsch verfahre ich so ähnlich: Ich verwende zuerst die Pflanzen, die ungünstig stehen.

  • Giersch: Wenn ich von einer Stelle im Garten (man weiß ja schon, wo er sich ausbreitet) einige Blätter hole, nehme ich  meinen Unkrautstecher mit und entferne gleich einen Teil der Kolonie.

  • Wenn ich einige Blätter vom Basilikum brauche, entferne ich so nebenbei die Blüten.

  • Wenn ich sehe, dass Rhabarber, Sauerampfer und Maggikraut Blütenstände treiben, entfällt für eine Mahlzeit das Hühnerfuttersammeln und ich nehme gleich diese Stängel. Idealerweise blühen sie zur gleichen Zeit und bei mir auch nahe beieinander.

  • Vom Fuchsschwanz rode ich auch gleich mehrere Pflanzen, wenn ich Blätter für den Salat brauche.

  • Den Löwenzahn entferne ich nicht aus Jux und Tollerei, sondern gerade dann, wenn ich ohnehin Hühnerfutter brauche.

  • Wenn ich Kräuter zum Trocknen abschneide, säubere ich gleich die ganze Pflanze und ihre nähere Umgebung.

  • Wenn ich im Gemüsegarten jäte, habe ich einen Kübel dabei, in den ich die Pflanze werfe, die die Hühner gerne fressen.

  • Die Blätter der Narzissen, die ich abschneide, wenn sie welk sind, lasse ich an der Stelle gleich als Bodendeckung liegen.

  • Wenn ich in der Küche Karotten brauche,  verbinde ich die Ernte gleich mit dem Vereinzeln, in dem ich Exemplare herausziehe, die zu dicht stehen.

  • Wenn ich im Herbst Laub reche, überlege ich schon vorher, wo ich es hingebe: Entweder auf Baumscheiben, als Winterschutz auf empfindliche Pflanzen oder als Mulchschicht ins Kräuterbeet.